Ra­dar­kas­ten blitz­te die Fal­schen

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

fang De­zem­ber täg­lich ein bis zwei Straf­man­da­te be­kom­men, weil un­se­re Lkw an­geb­lich auf der Stai­n­ach­er Um­fah­rung zu schnell ge­fah­ren sein sol­len.“Bei ge­nau­er Durch­sicht der An­onym­ver­fü­gun­gen fiel der Che­fin dann der Feh­ler auf. Im Schrei­ben der Be­hör­de steht: „Sie ha­ben die für Kraft­wa­gen und Sat­tel­kraft­fahr­zeu­ge mit ei­nem höchst zu­läs­si­gen Ge­samt­ge­wicht von mehr als 3500 kg auf Frei­land­stra­ßen er­laub­te Höchst­ge­schwin­dig­keit von 70 km/h um 11 km/h über­schrit­ten.“Das Pro­blem da­bei: Bei der Stai­n­ach­er Um­fah­rung han­delt es sich nicht um ei­ne Frei­land-, son­dern um ei­ne Au­to­stra­ße, und da gilt für Lkw über 3,5 Ton­nen ei­ne er­laub­te Höchst­ge­schwin­dig­keit von 80 St­un­den­ki­lo­me­ter.

In der Be­zirks­haupt­mann­schaft Lie­zen be­stä­tigt man den Feh­ler. Bir­git Leit­ner, Lei­te­rin des Si­cher­heits­re­fe­ra­tes: „Es stimmt, hier gab es ei­nen Feh­ler im Sys­tem des Ra­dar­ge­räts, der nicht in un­se­rem Be­reich liegt. Wir sind ge­ra­de mit Hoch­druck da­bei, al­le ent­spre­chen­den An­onym­ver­fü­gun­gen aus­zu­sor­tie­ren.“Wich­tig sei, dass die be­trof­fe­nen Fräch­ter die An­onym­ver­fü­gun­gen nicht ein­zah­len, weil nach gel­ten­dem Recht ei­ne Rück­er­stat­tung von be­zahl­ten An­onym­ver­fü­gun­gen nicht mög­lich ist.

Pro­gram­miert wer­den die Ra­dar­ge­rä­te von Be­am­ten der Lan­des­ver­kehrs­ab­tei­lung – und da­bei kam es zum ent­schei­den­den Feh­ler. Ein Mit­ar­bei­ter ver­tipp­te sich bei der Ein­ga­be und stell­te die Ge­schwin­dig­keit so ver­se­hent­lich um zehn St­un­den­ki­lo­me­ter zu nied­rig ein.

Feh­ler im Stai­n­ach­er Ra­dar­ge­rät be­trifft nur Lkw über 3,5 Ton­nen

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