An­spruch auf Scha­den­er­satz für ge­tö­te­ten Luchs

Kleine Zeitung Steiermark - - BESSER LEBEN | 23 -

OGH-ENT­SCHEI­DUNG

Je­ne Jä­ge­rin, die ei­nen Luchs des Na­tio­nal­parks Kal­k­al­pen ge­schos­sen hat, muss nun doch Scha­den­er­satz zah­len. Der Obers­te Ge­richts­hof (OGH) hat der Re­vi­si­on des Schutz­ge­bie­tes Fol­ge ge­ge­ben und den erst­in­stanz­li­chen Scha­den­er­satz­zu­spruch über 12.100 Eu­ro be­stä­tigt. Die Frau wur­de rechts­kräf­tig für den Ab­schuss des Tie­res ver­ur­teilt. Beim Scha­den­er­satz gab es aber Pro­ble­me: So­wohl Straf- als auch Zi­vil­ge­richt spra­chen dem Na­tio­nal­park 12.100 Eu­ro zu. Die zwei­te In­stanz kipp­te das Ur­teil aber mit der Be­grün­dung, man kön­ne für ein Wild­tier kei­nen Scha­den­er­satz ver­lan­gen. Da­her trat der Na­tio­nal­park den Gang zum OGH an und leg­te Re­vi­si­on ein. Er ar­gu­men­tier­te, dass Wie­der­an­sied­lungs­pro­gram­me schließ­lich mit öf­fent­li­chen Gel­dern fi­nan­ziert wer­den. Das Höchst­ge­richt ver­don­ner­te die Jä­ge­rin nun end­gül­tig zur Zah­lung der 12.100 Eu­ro.

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