Star­ke Bil­der ei­ner Frau­en­freund­schaft

Ele­na Fer­ran­te über­zeugt auch mit dem zwei­ten Band ih­rer fa­mo­sen nea­po­li­ta­ni­schen Sa­ga.

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR | 43 -

Ein Blick auf ein Paar Schu­he rui­nier­te der Schus­ter­s­toch­ter Li­la die Hoch­zeit. Denn sie muss er­ken­nen: Ihr ge­ra­de an­ge­trau­ter Mann ist mit der Ca­mor­ra im Bun­de. So en­det „Mei­ne ge­nia­le Freun­din“, der ers­te Band der nea­po­li­ta­ni­schen Sa­ga, mit dem Ele­na Fer­ran­te im Vor­jahr in­ter­na­tio­nal die Best­sel­ler­lis­ten stürm­te. Nun er­zählt die Ita­lie­ne­rin, die an­onym blei­ben will, die Ge­schich­te von Li­la und Lenù wei­ter. Sie sind ge­ra­de ein­mal 16 Jah­re alt und wol­len un­be­dingt aus dem Elend ih­res Vier­tels aus­bre­chen: Die schö­ne, klu­ge Li­la mit ei­ner rei­chen Hei­rat, die grau­en­haft schei­tern wird. Und die streb­sa­me Lenù mit Bil­dung, die sie bis nach Pi­sa führt – und die dann erst recht nicht mehr weiß, wo ihr Platz ist.

Fer­ran­te er­zählt mit star­ken Bil­dern und vie­len zeit­ge­schicht­li­chen An­spie­lun­gen von ei­ner mit­un­ter schwie­ri­gen Freund­schaft, aber auch dem un­be­ding­ten Wil­len der bei­den Frau­en, trotz zahl­rei­cher Ver­wun­dun­gen in ei­ner män­ner­be­stimm­ten Welt ih­ren Weg zu fin­den. Man möch­te un­be­dingt wis­sen, wie es mit Li­la und Lenù wei­ter­geht. Fein al­so, dass Band drei schon im Mai er­scheint. MF Ele­na Fer­ran­te. Die Ge­schich­te ei­nes neu­en Na­mens. Suhr­kamp, 624 Sei­ten, 25,70 Eu­ro.

APA/FUCHS

Don­na Le­on lässt Com­mis­sa­rio Bru­n­et­ti wie­der er­mit­teln ARICI

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