Su­perar

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR | 59 -

Su­perar wur­de 2009 in Wi­en ins Le­ben ge­ru­fen. Nach dem Vor­bild der ve­ne­zo­la­ni­schen Initia­ti­ve „El Sis­te­ma“er­mög­licht es Kin­dern und Ju­gend­li­chen ei­nen kos­ten­frei­en und nie­der­schwel­li­gen Zu­gang zu Mu­sik. Edith Pfeif­fer, die frü­he­re Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin der Ca­ri­tas Stei­er­mark, brach­te das Pro­jekt 2013 nach Graz. Die Initia­ti­ve der hie­si­gen Ca­ri­tas, der Kun­st­uni­ver­si­tät und der Thea­ter­hol­ding wird un­ter­stützt von der Neu­roth AG, der Gra­zer Wech­sel­sei­ti­gen Ver­si­che­rung AG, der Stei­er­mär­ki­schen Spar­kas­se und der Stadt Graz. Cor­ne­li­us Ob­onya: „Der Af­fen­schei­ße gan­ze Fül­le“. 19. 1., 19.30 Uhr. Ste­fa­ni­en­saal Graz. Kar­ten: Tel. (0316) 871 871-11 stei­er­mark.su­perar.eu www.cor­ne­li­uso­b­onya.com ist auch „rei­ne“Un­ter­hal­tung okay und schwer ge­nug. Aber ich den­ke, als Künst­ler kann man auch ein­mal den Blick von der Büh­ne run­ter­schwei­fen las-

Sie wid­men die­sen Abend dem Ca­ri­tas-pro­jekt Su­perar. Was ver­bin­den Sie da­mit? Ge­ne­rell geht es mir um die Ca­ri­tas. Da gab es schon Ko­ope­ra­tio­nen zu ganz ver­schie­de­nen Pro­jek­ten und The­men, die Ho­s­piz­ar­beit zum Bei­spiel. Und dann geht es auch noch um Kin­der – Kin­der sind mir über­haupt das Wich­tigs­te. Die ers­te Ver­bin­dung hat sich für mich bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len er­ge­ben, als Jo­sé An­to­nio Abreu, der Be­grün­der des Mu­sik­erzie­hungs­pro­gramms „El Sis­te­ma“in Ve­ne­zue­la, die Er­öff­nungs­re­de hielt. Er be­rich­te­te da­von, wie Kin­der über die Mu­sik von der Stra­ße weg­ge­kom­men sind, ein ganz an­de­res Le­ben ein­schla­gen konn­ten. Da kann so viel pas­sie­ren über et­was, das im Grun­de ja leicht zu ler­nen ist.

Wie ist die­se kon­kre­te Zu­sam­men­ar­beit dann ent­stan­den? Als die An­fra­ge aus Graz kam, war für mich so­fort klar, dass ich das gern ma­chen will. Mir ge­fällt, dass wir al­le von den Kin­dern ler­nen kön­nen, wie wir mit­ein­an­der um­ge­hen soll­ten. Bringt man Men­schen aus ver­schie­de­nen Län­dern mit ver­schie­de­nen Spra­chen zu­sam­men und sind Kin­der da­bei, ge­schieht et­was sehr Fas­zi­nie­ren­des – und das ha­be ich selbst er­lebt: Kin­der neh­men näm­lich die­se sprach­li­che Gren­ze gar nicht als sol­che wahr. Wenn es kei­ne ge­mein­sa­me Spra­che gibt, dann fin­den sie ein an­de­res Mit­tel, um sich zu ver­stän­di­gen und mit­ein­an­der et­was zu tun. Das über­trägt sich dann auch auf die Er­wach­se­nen. Wenn die Er­wach­se­nen die­sen gan­zen üb­li­chen Krem­pel – Po­li­tik, Wel­t­an­schau­ung, Sta­tus, so­zia­le Ge­wohn­hei­ten – ein­mal weg­las­sen, dann kön­nen auch wir Gro­ßen un­ge­niert ra­de­bre­chend uns über Gott und die Welt ver­stän­di­gen.

„Ein biss­chen mit auf­pas­sen, dass die Ge­sell­schaft gut funk­tio­niert“: Cor­ne­li­us Ob­onya APA

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