WORT Whist­leb­lo­wer, der

Kleine Zeitung Steiermark - - DONNERSTAG, 19. JÄNNER 2017 -

STICH

Seit ih­rer an­ge­kün­dig­ten Begna­di­gung ist Us-whist­leb­lo­we­r­in Chel­sea Man­ning er­neut in den Schlag­zei­len. Be­reits 2011 hät­te die Ent­hül­le­rin mit dem in Deutsch­land al­le zwei Jah­re ver­ge­be­nen in­ter­na­tio­na­len Whist­leb­lo­wer-preis be­dacht wer­den sol­len – die Über­ga­be schei­ter­te je­doch an ih­rer Haft. Auch wenn das Sub­stan­tiv „Whist­leb­lo­wer“erst in den 1970er-jah­ren im eng­li­schen Sprach­ge­brauch in der heu­te üb­li­chen Be­deu­tung auf- tauch­te, gilt der deut­sche Jour­na­list Carl von Os­sietz­ky als ei­ner der ers­ten Whist­leb­lo­wer. Die Zeit­schrift „Die Welt­büh­ne“, de­ren Her­aus­ge­ber Os­sietz­ky war, hat­te 1929 auf die ver­bo­te­ne Auf­rüs­tung der Reichs­wehr auf­merk­sam ge­macht. So­wohl eng­li­sche Po­li­zis­ten, die mit­tels Tril­ler­pfei­fen auf Ver­bre­cher auf­merk­sam mach­ten, als auch Schiedsrichter, die durch Pfei­fen Re­gel­ver­stö­ße anzeigen, gel­ten als mög­li­che Na­mens­ge­ber des Be­grif­fes.

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