Be­hör­de be­schlag­nahmt 20 Strau­ße

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 15 -

ei­ner Land­wirt­schaft und ist die Hei­mat von 20 Jungs­trau­ßen. Und eben­die­se wer­den dem Be­sit­zer be­hörd­lich ab­ge­nom­men. Der Grund: Be­reits im Jahr 2016 hat­te die Be­zirks­haupt­mann­schaft Süd­ost­stei­er­mark über den Be­sit­zer der Strau­ße ein Tier­hal­te­ver­bot ver­hängt. „Es gab zu­vor be­reits meh­re­re rechts­kräf­tig ab­ge­schlos­se­ne Straf­ver­fah­ren nach dem Tier­schutz­ge­setz“, be­grün­det Amt­s­tier­arzt Al­bin Klau­ber die Ent­schei­dung. Laut Klau­ber ha­be man dem Mann aber ei­ne Frist ein­ge­räumt, in­ner­halb der er die Tie­re hät­te ver­äu­ßern kön­nen. Da der Land­wirt die­se Frist aber ver­strei­chen ließ, wur­de die Be­hör­de nun ak­tiv. Vor­ge­fun­den ha­be man 20 Jung- tie­re in ei­nem „de­so­la­ten Ge­he­ge und in ei­nem min­der­gu­ten Er­näh­rungs­zu­stand“. Tier für Tier wird auf den Trans­por­ter ge­bracht. Da­mit dies pro­blem­los ge­lingt, wird je­dem Strauß ei­ne Ka­pu­ze über den Kopf ge­stülpt, ehe er „ab­ge­führt“wird. Nach rund ein­ein­halb St­un­den ist der Ein­satz – er ver­lief oh­ne be­son­de­re Vor­fäl­le – be­en­det. Zwei Gän­se wer­den eben­falls ab­ge­nom­men und ge­gen Mit­tag herrscht wie­der Ru­he in der Dorf­stra­ße. Fast zu­min­dest. Der Strau­ßen­be­sit­zer – er be­zeich­net sich selbst als Bür­ger des Staa­tes Stei­er­mark und des Staa­ten­bun­des Ös­ter­reich – fühlt sich als Op­fer be­hörd­li­cher Will­kür. Ge­gen­über der Klei­nen Zei­tung spricht er gar von „Ein­bruch und Dieb­stahl“. „Es ist ei­ne grau­en­haf­te Ge­schich­te. Man sieht, was in der Re­pu­blik Ös­ter­reich ge­trie­ben wird“, führt der Land­wirt wei­ter aus. Nach­satz: „Man hat mir mei­ne Exis­tenz ge­nom­men.“Er wol­le nun al­le zur Ver­fü­gung ste­hen­den recht­li­chen Mit­tel aus­schöp­fen, kün­digt der Mann an, der den Staat Ös­ter­reich als sol­chen nicht an­er­kennt. Sei­ne Strau­ße wur­den un­ter­des­sen bei ei­nem an­de­ren Strau­ßen­hal­ter un­ter­ge­bracht und „für ver­fal­len“er­klärt. Das heißt, sie ge­hö­ren nun der Re­pu­blik bzw. dem Land Stei­er­mark. „Nach Ablauf der ent­spre­chen­den Fris­ten wird ent­schie­den, was mit den Tie­ren pas­siert“, er­klärt Amt­s­tier­arzt Al­bin Klau­ber.

Amt­s­tier­arzt Al­bin Klau­ber (oben) nahm bei ei­ner Land­wirt­schaft in Ober­purk­la 20 Strau­ße be­hörd­lich ab PLAU­DER (2)

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.