Land will ein „Mi­kro-öf­fi“ in je­der Ge­mein­de

Nach der S-bahn-of­fen­si­ve setzt das Land nun auf den „Mi­kro-öv“. Pro­jek­te von Ge­mein­den wer­den dau­er­haft ge­för­dert.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

Was nützt ein dicht ge­tak­te­ter Li­ni­en­ver­kehr, wenn die Men­schen nicht von da­heim bis zur S-bahn-hal­te­stel­le kom­men? „Mi­kro-öv“nennt man den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr in­ner­halb der Kom­mu­nen, der die Lü­cke zum Li­ni­en­ver­kehr schließt. Das Land will ein flä­chen­de­cken­des An­ge­bot er­mög­li­chen und hat nun sei­ne „Mi­kro-öv-stra­te­gie“prä­sen­tiert. Jähr­lich wer­den 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro an För­de­run­gen an die Ge­mein­den aus­ge­schüt­tet.

Lan­des­haupt­mann-stell­ver­tre­ter Micha­el Schick­ho­fer (SPÖ) sieht auch ei­nen so­zia­len Aspekt: „Es ist ei­ne Fra­ge der Ge­rech­tig­keit, dass al­le Men­schen mo­bil sein kön­nen.“Bei Re­gio­nal­be­su­chen ha­be er er­fah­ren, dass der Ver­kehr nach der Ar­beit obers­tes An­lie­gen der Be­völ­ke­rung sei. Nach­dem der Fo­kus in den letz­ten Jah­ren im Aus­bau von S-bahn und Re­gio­nal­bus­sen lag, will Ver­kehrs­lan­des­rat An­ton Lang (SPÖ) mit der Stär­kung des Mi­kro-öv „den letz­ten feh­len­den Mo­sa­ik­stein“set­zen. Da­von sol­len vor al­lem länd­li­che Re­gio­nen pro­fi­tie­ren. Lang be­tont: „Mi­kro-öv darf kei­ne Kon­kur­renz zum Li­ni­en­ver­kehr und Ta­xis sein, son­dern ist ei­ne Er­gän­zung.“

Die Trä­ger der Pro­jek­te sind die Ge­mein­den. Dort muss der Be­darf er­ho­ben, müs­sen An­ge­bo­te aus­ge­ar­bei­tet wer­den. In ei­ner zwei­jäh­ri­gen Pro­be­pha­se för­dert das Land Pro­jek­te zu 30 Pro­zent, im Dau­er­be­trieb zu 20 Pro­zent. An­trä­ge kön­nen ab 1. Fe­bru­ar ge­stellt wer­den. Beim Land rech­net man, dass sich ein Drit­tel der Ge­mein­den in der ers­ten Pha­se be­tei­ligt.

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