Max Franz fühlt sich sicht­bar wohl in der Fa­vo­ri­ten­rol­le

Best­zeit für Kil­de im zwei­ten Trai­ning, wie­der ein Ver­letz­ter – Da­ni­el Dan­klmai­er fei­ert Welt­cup­p­re­mie­re auf der Streif.

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT -

10.55 UHR

2. Ab­fahrts­trai­ning: 1. Aleksan­der Aa­modt Kil­de (NOR) 1:56,33 Min.; 2. Han­nes Rei­chelt (AUT) +0,02 Sek.; 3. Kje­til Jans­rud (NOR) +0,07; 4. Va­len­tin Giraud Moi­ne (FRA) +0,14; 5. Max Franz (AUT) +0,16; 6. Erik Gu­ay (CAN) +0,26; 7. Ro­med Baumann (AUT) +0,42; 8. Mat­tia Cas­se (ITA) +0,69; 9. Adri­en Theaux (FRA) 0,73; 10. Jo­han Cla­rey (FRA) +0,85 ... 12. Mat­thi­as May­er +0,93; 22. Da­ni­el Dan­klmai­er +1,58; 26. Chris­ti­an Wal­der 1,78; 28. Vin­cent Kriech­mayr +1,84; 33. Klaus Kröll +2,17; 35. Ot­mar Strie­din­ger +2,25; 39. Joa­chim Puch­ner +2,57; 43. Chris­to­pher Ne­u­may­er +2,87; 55. Fre­de­ric Bert­hold (al­le AUT) +4,53. Aus­ge­schie­den u. a.: Ste­ven Ny­man (USA), Tra­vis Ga­nong (USA), And­rew Wei­brecht (USA).

Ganz oh­ne geht es nicht auf der Streif – ganz oh­ne Stür­ze und Ver­let­zun­gen. Das Uss­ki­team (Ste­ven Ny­man fä­del­te im U-ha­kerl vor dem Steil­hang ein, Tra­vis Ga­nong gar beim ers­ten Tor, And­rew Wei­brecht krach­te ins Tor nach der Tra­ver­se, blieb aber un­ver­letzt) nahm es mit Hu­mor. „Wir ha­ben wohl schon ge­dacht, dass heu­te Sla­lom ist“, scherz­te Ny­man im Ziel. Nicht zum La­chen war dem Deut­schen Klaus Brand­ner zu­mu­te, der sich ei­nen Riss der Pa­tel­la­seh­ne zu­zog – Sai­son be­en­det. Die Streif zeigt ih­re Zäh­ne.

Aber we­nigs­tens im ös­ter­rei­chi­schen Team ging es dies­mal oh­ne Stür­ze ab – mehr noch: Die Trai­nings­leis­tun­gen der Ös­ter­rei­cher las­sen hof­fen. Han­nes Rei­chelt fuhr hin­ter Aleksan­der Aa­modt Kil­de auf Rang zwei, Max Franz – bis zur letz­ten Zwi­schen­zeit nach der Tra­ver­se so­gar noch klar in Füh­rung – wur­de schließ­lich Fünf­ter, Ro­med Baumann wur­de Sie­ben­ter, Mat­thi­as May­er Zwölf­ter. Und das, ob­wohl sich kei­ner wirk­lich wohl­fühl­te. „Ich hät­te nicht ge­dacht, dass die Zeit so gut war – aber of­fen­bar hat sich heu­te nie­mand wirk­lich gut ge­fühlt. Es ist ein­fach so bru­tal ei­sig“, mein­te Han­nes Rei­chelt. Das Po­si­ti­ve: Er hat nach dem ers­ten Trai­ning an den rich­ti­gen Schrau­ben ge­dreht. „Ich ha­be mei­ne Sa­chen bei­sam­men.“

Das denkt auch Ro­med Baumann, der nach dem ers­ten schlech­ten Trai­ning auf­zeig­te: „Es ist nur ei­ne klei­ne Än­de­rung, die ich schon vor dem ers­ten Trai­ning hät­te ma­chen sol­len. So ha­be ich das Ver­trau­en, dann geht gleich was.“

HAH­NEN­KAMM­REN­NEN

Und dann ist da noch Max Franz. Er, der von den an­de­ren schon zu Be­ginn der Woche zum Fa­vo­ri­ten ge­stem­pelt wur­de, be­wies im zwei­ten Trai­ning, war­um: Er lag lan­ge klar vor­an. „Da­bei hat­te ich ei­nen Plan A und für man­che Kur­ven ei­nen Plan B im Not­fall – und es ist ei­ne Plan-b-fahrt ge­we­sen“, sag­te er grin­send. Auf der Streif mög­lich – denn ob­wohl es die schwers­te Ab­fahrt der Welt ist, zeigt sich, dass die Spit­ze eng bei­sam­men­liegt. Als Fünf­ter lag Franz gan­ze 0,16 Se­kun­den hin­ter der Best­zeit.

Ei­nen be­son­de­ren Tag er­leb­te auch Da­ni­el Dan­klmai­er. Der Stei­rer be­strei­tet gera­de sei­ne Come­back­sai­son nach ei­nem Kreuz­band­riss. Und als 22. des zwei­ten Trai­nings darf Dan­klmai­er am Sams­tag sei­ne Welt­cup­p­re­mie­re auf der Streif fei­ern. „Das ist wirk­lich cool, ein­fach geil, wenn du die­se Stre­cke be­zwingst. Und das ist mir ganz gut ge­lun­gen“, freu­te sich der 23-Jäh­ri­ge, der be­stä­tigt: „Die Ge­schich­ten, die man vor dem ers­ten Start hört, sind nicht die schöns­ten. Und beim ers­ten Mal ist es nicht an­ge­nehm. Aber wenn man das Ziel er­reicht, ent­schä­digt das für al­les.“Micha­el Schu­en

Han­nes Rei­chelt war im zwei­ten Trai­ning schnell un­ter­wegs

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