„Soll i mi jetzt da­ham ein­sper­ren?“

Der Ter­ror­ver­däch­ti­ge von Wi­en leb­te in Fa­vo­ri­ten. Ein Rund­gang durch Wi­ens „Pro­blem­be­zirk“.

Kleine Zeitung Steiermark - - THEMA DES TAGES -

RE­POR­TA­GE. sie. „Ich hab ihn am Gang im­mer ge­grüßt, aber er ant­wor­te­te nie“, er­zählt in­des ein jun­ger Zim­me­rer aus dem vier­ten Stock. „Und i waß jetzt, war­um i lie­ber woh­ne in hin­ters­te Nie­de­res­ter­reich“, fügt ein Freund des Zim­me­rers, der die­ses Wo­che­n­en­de zu Be­such in Wi­en ist, in ge­bro­che­nem Deutsch hin­zu. Die bei­den woll­ten am Frei­tag­nach­mit­tag auf ei­nen Kaf­fee ge­hen, wur­den aber von Po­li­zis­ten auf­ge­for­dert, wie­der in die Woh­nung zu ge­hen – der Grund war die Haus­durch­su­chung nach der Fest­nah­me des al­ba­nisch­stäm­mi­gen Nach­barn. Klaus Knit­tel­fel­der

Fürch­tet man sich nun in Fa­vo­ri­ten? Die Frau mit dem Pelz­hut ha­be we­gen der „Ban­den auf der Stra­ße“oh­ne­hin längst Angst, sagt sie. In ih­rem Hei­mat­be­zirk, der auch auf­grund des ho­hen Aus­län­der­an­teils (43 Pro­zent der Fa­vo­rit­ner ha­ben Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund) oft als „Pro­blem­be­zirk“be­zeich­net wird, wer­de es „im­mer schlim­mer“, klagt sie. Die Zah­len ge­ben ihr teil­wei­se recht: Zwar neh­men die Ge­walt­ver­bre­chen seit Jah­ren zu – in Re­la­ti­on zur Be­woh­ner­zahl ist der Be­zirk, der mit fast 200.000 Ein­woh­nern zu den vier größ­ten Stä­dur­teilt

Links: das Haus in Fa­vo­ri­ten, in dem der Ter­ror­ver­däch­ti­ge wohn­te. In ganz Wi­en wur­de die Po­li­zei­prä­senz nun ver­stärkt KNIT­TEL­FEL­DER (2), APA

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