Mar­cel Hir­schers 42. Sieg im Welt­cup war wie­der ei­ner für die Ge­schichts­bü­cher. Nicht nur, weil er in Kitz­bü­hel ge­lang.

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT - Von Micha­el Schu­en aus Kitz­bü­hel

Es gibt Sie­ge, die schme­cken sü­ßer als an­de­re. Es sind die Sie­ge, die man nicht un­be­dingt er­war­tet, die au­ßer­ge­wöhn­lich sind. Das wä­re ein Sieg für ei­nen Ös­ter­rei­cher in Kitz­bü­hel im­mer, auch für Mar­cel Hir­scher – im­mer­hin ist ihm das auch erst ein­mal ge­lun­gen. Am Di­ens­tag kommt er aber als zwei­fa­cher Gans­lern-sie­ger zum Sla­lom­hö­he­punkt nach Schlad­ming. Und der zwei­te, das war wohl ei­ner der sü­ßes­ten Sie­ge, die er je ge­fei­ert hat­te. Nicht nur, weil hin­ter ihm mit Da­ve Ry­ding und Alex­an­der Cho­ro­schi­low ein Bri­te und ein Rus­se auf dem Po­dest stan­den. Nicht nur, weil er im Ge­samt­welt­cup wie­der ei­nen Schritt zur sechs­ten Ku­gel setz­te und auch im Sla­lom­welt­cup wie­der die Spit­ze über­nahm, weil sein größ­ter Kon­kur­rent Hen­rik Kristof­fer­sen aus­ge­fal­len war.

Son­dern des­we­gen, weil der zwei­te Lauf, den Hir­scher auf ei­nen der an­spruchs­volls­ten Sla­lom­hän­ge der Welt zau­ber­te, Mit ei­nem Fa­bel­lauf fuhr Mar­cel Hir­scher zum zwei­ten Sieg in Kitz­bü­hel der durch Kurs­set­zung und Prä­pa­rie­rung noch ein Stück schwe­rer war als ge­wohnt, ir­gend­wie fast un­wirk­lich war. „Das ist“, sag­te sein Team­kol­le­ge Marc Di­gru­ber be­wun­dernd, „nicht von die­ser Welt.“ Hir­scher selbst wür­de sich oder sei­ne Leis­tun­gen nie so be­zeich­nen. „Das müsst schon ihr ma­chen“, grins­te er nach der Pres­se­kon­fe­renz. Klar war aber: „Das war das Ma­xi­mum. 100 Pro­zent.“Und „100 Pro­zent Hir­scher“sind der (Ski-)welt of­fen­bar über­le­gen. Es war der Aus­fall von Kristof­fer­sen, der half. Es war das Aus­fech­ten von „Psy­cho­krie­gen“, wie Hir­scher es nann­te. Mit sich selbst, nicht mit den Geg­nern. Die Fra­ge, auf wel­ches Ma­te­ri­al man set­zen soll­te. Denn im ers­ten Lauf ging Hir­scher wie­der neue We­ge, leg­te den Ski aus dem zwei­ten Lauf von Wen­gen zur Sei­te. „Weil er im letz­ten Test noch vor dem Ren­nen acht Zehn­tel lang­sa­mer war“, sag­te er, „da nimmt man ihn nicht.“

Weil er sich im ers­ten Lauf dann zwar gut ge­fühlt, aber viel ver­lo­ren ha­be, ging er in der

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