WORT Sala­fis­mus, der

Kleine Zeitung Steiermark - - DIENSTAG, 24. JÄNNER 2017 -

STICH

Zu den ers­ten Op­fern von Is­la­mis­mus und Ter­ro­ris­mus zählt die Dif­fe­ren­zie­rung. Nun denn: Was ist die­ser Sala­fis­mus, auf den sich Ter­ro­ris­ten so ger­ne be­ru­fen? Es ist ei­ne ul­tra­kon­ser­va­ti­ve Strö­mung in­ner­halb des sun­ni­ti­schen Is­lam. „Sal­af “be­deu­tet „Vor­fahr“. Was zählt, ist al­so die Rück­be­sin­nung auf die Alt­vor­de­ren und auf den Koran. Wenn wir „Sala­fis­mus“sa­gen, mei­nen wir je­ne in­to­le­ran­te Un­ter­strö­mung, die in al­len ge­sell­schaft­li­chen, po­li­ti­schen und re­li­giö- sen Be­lan­gen die Mo­der­ne für un­ver­ein­bar mit dem Is­lam hält. Der Wah­ha­bis­mus sau­di­scher Prä­gung fügt sich ideo­lo­gisch da ein. In Eu­ro­pa sieht man Sala­fis­ten beim Koran-ver­tei­len und man­che – we­ni­ger of­fen – beim Re­kru­tie­ren von Is-kämp­fern. Ei­ner der po­pu­lärs­ten sala­fis­ti­schen Pre­di­ger im deut­schen Sprach­raum ist je­ner Mirs­ad O. ali­as Ebu Te­j­ma, der im Vor­jahr in Graz zu 20 Jah­ren Haft ver­ur­teilt wur­de. Für den Ter­ror­ver­däch­ti­gen von Wi­en war er „das Idol“.

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