Wer­te und Wi­der­sprü­che

Rechts­staat­lich­keit ist nicht ver­han­del­bar.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINUNGEN 11 -

DAie Zah­len ha­ben Po­ten­zi­al, er­neut Öl ins Feu­er zu gie­ßen. 40 Pro­zent der Flücht­lin­ge fin­den, dass re­li­giö­se Ge­bo­te über staat­li­chen Vor­schrif­ten ste­hen soll­ten. Und eben­so vie­len sind die „ös­ter­rei­chi­schen Le­bens­ge­wohn­hei­ten“zu frei­zü­gig.

Was sind „ös­ter­rei­chi­sche Le­bens­ge­wohn­hei­ten“? Berg­stei­gen, raun­zen und sonn­tags Schnit­zel? So viel­sei­tig Ös­ter­reich ist, so viel­sei­tig sind auch sei­ne neu­en Ein­woh­ner. Das ist kein Grund für Luft­sprün­ge, es ist aber auch kein Grund für Pa­nik. Die Stu­die zeigt uns le­dig­lich, dass sich un­ser Wunsch nach voll­kom­me­ner Ein­glie­de­rung nie er­fül­len kann. nders­den­ken al­lein ist kein Zeug­nis für ge- oder miss­lun­ge­ne In­te­gra­ti­on. An­ders­han­deln aber schon. Wer sich auf­grund sei­ner Re­li­gi­on über Ge­set­ze hin­weg­setzt oder die „frei­zü­gi­ge“Le­bens­wei­se an­de­rer ver­hin­dert, den be­straft das Ge­setz. Egal, aus wel­chem Land er kommt. Denn die Gül­tig­keit des Rechts­staa­tes ist kein Wert, der in Ös­ter­reich ver­han­del­bar ist. Chris­ti­na Tra­ar

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