Hen­riks Am­pel sprang doch noch auf Grün

Was für ein Kri­mi im Du­ell der Gi­gan­ten! Mit ei­nem tol­len Schluss­spurt fing Hen­rik Kristof­fer­sen vor rund 50.000 Fans Mar­cel Hir­scher doch noch ab, fuhr zum fünf­ten Sai­son­sieg und zu ei­nem Welt­re­kord.

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT - Von Michael Schu­en

Die Far­be am Ziel­bo­gen der Pla­nai wech­sel­te auf Rot, die Laut­stär­ke der Fans schwoll an. Und Hen­rik Kristof­fer­sen war klar: „Jetzt muss es los­ge­hen, ich bin ja schon hin­ten.“Und es ging los. In den letz­ten 15 To­ren dreh­te 22-jäh­ri­ge Nor­we­ger noch mäch­tig auf und den Rück­stand bei der letz­ten Zwi­schen­zeit auf Mar­cel Hir­scher noch in ei­nen Vor­sprung. 0,09 Se­kun­den war Hen­rik Kristof­fer­sen schnel­ler, fei­er­te den drit­ten Sieg in Schlad­ming, den 14. Sla­lom­sieg sei­ner noch so jun­gen Kar­rie­re – mehr Tor­läu­fe hat noch kei­ner vor dem 23. Ge­burts­tag ge­won­nen, ob­wohl In­ge­mar Sten­mark 20 Welt­cup­sie­ge bis zum 23. Ge­burts­tag sam­mel­te. Rund ums Ziel­sta­di­on der Pla­nai wur­de an die­sem Tag der „Land­kri­mi“ge­dreht – doch das Dreh­buch des wah­ren Le­bens im „Du­ell der Gi­gan­ten“, auf das so vie­le ge­hofft hat­ten, konn­te lo­cker mit je­dem Fern­seh­kri­mi mit­hal­ten, ei­gent­lich war es so­gar ein Thril­ler. Die Haupt­rol­len: Hen­rik Kristof­fer­sen, Mar­cel Hir­scher und Alex­an­der Cho­ro­schi­low – drei Män­ner, die schon 2016 in die­ser Rei­hen­fol­ge das Po­dest ge­bil­det hat­ten. Drei Män­ner, die zu­sam­men seit 2012 den Nacht­sla­lom un­ter sich aus­ma­chen. Al­so kann man ru­hig sa­gen: Die Prot­ago­nis­ten, die den Pla­nai-os­car schon zu Hau­se hat­ten, die Crè­me de la Crè­me. Hen­rik Kristof­fer­sen hol­te sich zum

Es war ein Thril­ler, der für Mar­cel Hir­scher en­de­te wie an­de­re Fol­gen zu­vor. Mit ei­ner knap­pen Nie­der­la­ge. Aber ei­ner, die Mut macht: „So eng an Hen­rik war ich seit drei Jah­ren nicht mehr dran. Und ich weiß: Das Hun­dert­s­tel­glück wird wie­der zu­rück­kom­men, ir­gend­wann wird es auch wie­der auf mei­ner Sei­te sein.“

Das schien eben auch an die­sem Abend so zu sein. Im zwei­ten Lauf zün­de­te der Salz­bur­ger wie­der al­le Ra­ke­ten – auch, weil kurz vor dem Start noch die an­ge­lau­fe­ne Bril­le ge­tauscht, da­mit ein De­sas­ter wie 2016 ver­hin­dert wur­de. Im obe­ren Teil er­in­ner­te er an das Ren­nen von Kitz­bü­hel, flog förm­lich durch das Spa­lier der Fans. „Dann“, sag­te er, „ha­be ich mir ein biss­chen die Schneid ab­kau­fen las­sen. Es hat ein biss­chen ge­rat­der

Mar­cel Hir­scher wur­de zum drit­ten Mal Zwei­ter in Schlad­ming APA

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