Der Frost ließ die Fans in Schlad­ming völ­lig kalt

Ein­ge­fleisch­te Fans und ein­hei­mi­sche Win­ter­pro­fis er­zäh­len über Ge­heim­re­zep­te für ei­nen frost­frei­en Sla­lom­kri­mi.

Kleine Zeitung Steiermark - - NACHTSLALOM - Von Chris­ti­an Ne­rat

Käl­te ist be­kannt­lich ei­ne Fra­ge der De­fi­ni­ti­on und da­mit ei­ni­ger­ma­ßen re­la­tiv. Grund ge­nug, sich rund um den Schlad­min­ger Nacht­sla­lom auf die Su­che nach Pa­tent­re­zep­ten ge­gen das gro­ße Zit­tern zu ma­chen.

Im­mer­hin ist es in der stei­ri­schen Ski­haupt­stadt seit Wo­chen klir­rend kalt, oder, wie die Enns­ta­ler sa­gen, je nach Ther­mo­me­ter­stand „schat­tig“bis „zap­fig“. Wo ge­nau die Gren­ze liegt, ist nur schwer ex­akt fest­zu­ma­chen. Ir­gend­wo bei mi­nus 15 Grad dürf­te es selbst für Schlad­min­ger Käl­te­pro­fis von schat­tig zu zap­fig wech­seln – und erst wenn es deut­lich un­ter 20 Grad geht und die Eis­zap­fen an den Haus­dä­chern lang­sam Frost­beu­len an­set­zen, ist es selbst für gstan­de­ne Enns­ta­ler „gscheit zap­fig“.

Auf der Schlad­min­ger Welt­cup­mei­le weiß man mit ark­ti­schen Ver­hält­nis­sen frei­lich um­zu­ge­hen. Heinz Gru­ber und Ger­not We­ber­ho­fer vom Bau­hof Schlad­ming sind ge­ra­de bei den letz­ten Vor­be­rei­tun­gen für den Sla­lom­kri­mi und ha­ben mit den Mi­nus­gra­den kein Pro­blem. „Musst halt in Be­we­gung blei­ben, dann wird dir schnell warm“, er­klärt Heinz Gru­ber bes­tens ge­launt. Und in Be­we­gung blei­ben ist für die Trup­pe vom Bau­hof in die­sen Ta­gen so­zu­sa­gen Pro­gramm. Nach der längs­ten Nacht im Welt­cup­zir­kus ging es schon um sechs Uhr früh wie­der mit der Ar­beit los. Dann be­sei­ti­gen 15 Mann und schwe­res Ge­rät in nur we­ni­gen St­un­den die Über­bleib­sel der 50.000 Sla­lom­fans.

Pe­tra Walch­ho­fer aus dem be­nach­bar­ten Pon­gau (und trotz­dem mit dem gleich­na­mi­gen Ex-renn­läu­fer we­der ver­wandt noch ver­schwä­gert), die auf der Welt­cup­mei­le die Fans mit al­ler­lei Ju­bel­aus­rüs­tung vom rot­weiß-ro­ten Schal bis zur un­ver­meid­ba­ren Trö­te aus­stat­tet, setzt auf Zwie­bel­look und war­me Ge­dan­ken: „Min­des­tens fünf Schich­ten musst an­zie­hen, dann wird dir nicht so leicht kalt.“Und weil der Tag ja schließ­lich bis in die spä­te (Sla­lom-)nacht dau­ert, hel­fen au-

Pe­tra Walch­ho­fer kam mit fünf Schich­ten und war­men Ge­dan­ken durch die Nacht

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