„Mir sind zwei Leh­rer lie­ber als zwei Kreu­ze.“

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

Fort­set­zung von Sei­te 25

Kommt Schwarz-blau, wo­vor Wirns­ber­gers Grü­ne pla­ka­tiv war­nen? Nagl konn­te sein Un­be­ha­gen mit Fpö-po­si­tio­nen nicht ver­ber­gen, und sein Her­aus­for­de­rer woll­te die­se Rol­le nicht ab­le­gen. Am En­de wür­den aber sach­po­li­ti­sche Fra­gen über die­se Zu­sam­men­ar­beit ent­schei­den, mein­ten Eustac­chio und Nagl. „Er hat das Geld – und wir die Lö­sun­gen“, bot sich Ni­ko Swa­tek (Ne­os) frech als künf­ti­ger Ko­ali­ti­ons­part­ner an. Rot und Grün tun sich da leich­ter. „Er ist ein gra­der Michl“, lob­te die Grü­ne den Ro­ten. So­zi­al­re­fe­rent Eh­mann be­müh­te sich un­ter­des­sen, sich von der KPÖ ab­zu­gren­zen. Zu­min­dest bei der Ju­ry, die nach je­dem „Du­ell“ab­stimm­te, konn­ten sei­ne Ar­gu­men­te für ei­ne fort­schritt­li­che So­zi­al­po­li­tik (Stadt als ak­ti­ver Ar­beit­ge­ber) und „ge­gen die Gieß­kan­ne“mehr über­zeu­gen.

Ei­nig wa­ren sich die klei­ne­ren Frak­tio­nen, dass die Bür­ger­be­tei­li­gung in Graz hin­ter­her­hinkt. „Die Bür­ger soll man wie­der ernst neh­men“, trat Ger­hard Ma­ri­a­cher von der Lis­te „Wir“für mehr Trans­pa­renz ein. Groß sind die Un­ter­schie­de der Frak­tio­nen bei der In­te­gra­ti­on. Wäh­rend die Blau­en über­zeugt sind, dass „ei­ne of­fe­ne Mul­ti­kul­ti­ge­sell­schaft nir­gend­wo funk­tio­niert“, for­der­te Ein­zel­kämp­fe­rin Tat­ja­na Pe­tro­vic, die In­te­gra­ti­on brei­ter aus­zu­le­gen. Die Bil­dung sei ein Schlüs­sel, gab es in die­sem Punkt bei­na­he Ein­stim­mig­keit. Wo­bei „mir zwei Leh­rer im Klas­sen­zim­mer wich­ti­ger sind als zwei Kreu­ze“, pol­ter­te Eh­mann (SP). Mit „ei­ner Fra­ge, die wir Ih­nen nicht er­spa­ren kön­nen“, wand­te sich „Ci­ty-mail“-au­tor We­ni­ger an die Kan­di­da­ten. Bei Lang­zeit­bür­ger­meis­ter Nagl bohr­te er nach, wie das denn mit Po­li­ti­kern ge­meint war, die nach zwei Pe­ri­oden ge­hen soll­ten. Nagl räum­te ein, er ha­be da­mals ei­ne Ge­samt­re­form nach Vor­bild Schweiz vor­ge­schla­gen.

Fp-stadt­rat Eustac­chio wur­de die Fra­ge nach Gra­zer Alt­po­li­ti­kern mit der höchs­ten Pen­si­on ge­stellt. Ihm fie­len zu­erst nur SPÖ- und Övp-leu­te ein. Tat­säch­lich lie­gen zwei Frei­heit­li­che an der Spit­ze, er­in­ner­te We­ni­ger, wäh­rend Re­dak­ti­ons­hün­din Pau­la an der Lei­ne zog. Wil­fried Rom­bold,

Tho­mas Rossa­cher

Ge­spannt lausch­ten die Gäs­te in der Au­la der Uni Graz JÜR­GEN FUCHS (6)

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