Stol­per­stei­ne ver­legt

In Er­in­ne­rung an jü­di­sche Mit­bür­ger in Graz.

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ -

ZUM GE­DEN­KEN

„Ro­bert Her­zog„ und „Jo­sef Scharf­s­tein„ – die­se Na­men sind in je­ne Stol­per­stei­ne ein­gra­viert, die ges­tern in Graz an je­nen Or­ten ver­legt wur­den, an de­nen die­se bei­den Op­fer des Ns-re­gimes ge­wohnt hat­ten.

Ro­bert Her­zog war 1903 in Prag ge­bo­ren, be­vor er mit den El­tern nach Graz über­sie­del­te: Va­ter Da­vid war vie­le Jah­re Rab­bi­ner der Stadt. Ro­bert stu­dier­te in Pa­ris Che­mie, schrieb aber auch li­te­ra­ri­sche Ar­ti­kel, die in der „Gra­zer Ta­ges­post„ er­schie­nen. Spä­ter wur­de er von den Na­zis in das La­ger Dran­cy ver­schleppt und dürf­te im La­ger So­bi­bor bzw. Ma­jda­n­ek er­mor­det wor­den sein.

Jo­sef Scharf­s­tein kam 1921 nach Graz. 1938 flüch­te­te er je­doch vor den Na­zis nach Ecua­dor. Sein St­ein wur­de ges­tern zum zwei­ten Mal ver­legt, weil der ers­te ver­schwun­den war. MS

Ra­detz­ky­stra­ße 8: Stol­per­stei­ne für Fa­mi­lie Her­zog J. J. KUCEK

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