Ver­hei­ßun­gen des Kon­sums

Die Kun­st­uni­ver­si­tät Graz prä­sen­tiert En­gel­bert Hum­per­dincks Oper „Hän­sel und Gre­tel“mit Blick auf ei­ne ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Di­men­si­on.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEIN TAG -

Re­gis­seur Ernst M. Bin­der zu sei­ner Ins­ze­nie­rung: „En­gel­bert Hum­per­dincks Mär­chen­spiel in drei Ak­ten ,Hän­sel und Gre­tel‘ gilt ge­mein­hin als Kin­der­oper. Ent­stan­den in der Spät­ro­man­tik, wird sie ger­ne in der Ad­vent­zeit ins Re­per­toire der Opern­häu­ser ge­holt, um jun­ge Men­schen für das Me­di­um Oper zu in­ter­es­sie­ren. Mich in­ter­es­siert die ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Di­men­si­on die­ser Oper und ich den­ke, „Hän­sel und Gre­tel“in ei­ner neu­en Deu­tung an der Kun­st­uni Graz wohl auch Kin­der mit die­ser mei­ner Deu­tung un­se­rer Wirk­lich­keit kon­fron­tie­ren zu kön­nen. Bei mir sind Hän­sel und Gre­tel Flücht­lings­kin­der, Schutz­su­chen­de, die vor Ter­ror und Krieg in ih­rer an­ge­stamm­ten Hei­mat flüch­ten. Ich las­se die Ge­schich­te im grie­chi­schen Ido­me­ni spie­len. In der Fer­ne, hin­ter dem Grenz­zaun, in der Mit­te des Wal­des, se­hen sie ei­sehr nen ge­schmück­ten Christ­baum: Sym­bol der christ­li­chen Nächs­ten­lie­be und ei­nes Le­bens in Wohl­stand.“Mu­muth, Graz. 28., 30. 1. und 1. 2., 19 Uhr. Tel. (0316) 83 02 55

JO­HAN­NES GELL­NER, HF

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