Mit Esprit und Sen­ti­ment

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR -

MU­SIK­VER­EIN

Bril­lant und be­rüh­rend: das Cel­lo im Mit­tel­punkt.

Cel­lis­si­mo“war das Mot­to der zwei­ten Phil­har­mo­ni­schen Soi­rée im Gra­zer Mu­sik­ver­ein. Ni­co­las Alt­sta­edt (34), 2010 mit dem „Cre­dit Suis­se Young Ar­tist Award“aus­ge­zeich­net und u. a. seit 2012 künst­le­ri­scher Lei­ter des Kam­mer­mu­sik­fes­tes Lo­cken­haus, bril­lier­te ei­ner­seits als So­list an sei­nem Cel­lo von Gi­ulio Cesa­re Gig­li (um 1760) und lei­te­te auch das Gra­zer Phil­har­mo­ni­sche Orches­ter mit ei­ner ge­konn­ten Mi­schung aus Prä­zi­si­on und Non­cha­lance.

Luf­tig und sprit­zig star­te­te die Sym­pho­nie Nr. 13 von Haydn un­ter Alt­sta­edts Füh­rung. Den Cel­lo­part im An­dan­te can­ta­bi­le ge­stal­te­te Ger­ge­ly Mohl sub­til und in­ten­siv, das Flö­ten­so­lo im Trio Va­nes­sa Latz­ko lieb­lich und zart. Für Tschai­kow­skys Va­ria­tio­nen über ein Ro­ko­ko­the­ma, op. 33, krem­pel­te Alt­sta­edt die Är­mel auf und spiel­te aus­wen­dig, ver­in­ner­licht und ex­pres­siv den So­lo­part, im­mer in leb­haf­ter Zwie­spra­che mit dem Orches­ter. In Schu­manns Vio­lon­cel­lo­kon­zert in a-moll schuf er, Ge­fühl­stie­fen aus­lo­tend und Emo­tio­nen aus­kos­tend, be­tö­ren­de Mo­men­te.

Die rhyth­misch kom­ple­xen, von un­ga­ri­scher Volks­mu­sik in­spi­rier­ten „Vier Trans­syl­va­ni­schen Tän­ze“von Sán­dor Ver­ess in­ter­pre­tier­ten Alt­sta­edt (im Orches­ter sit­zend) und die Phil­har­mo­ni­ker mit Tem­pe­ra­ment und Weh­mut. Eva Schulz Ni­co­las Alt­sta­edt

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.