Der un­ge­rech­te Re­flex

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 17 -

DAie re­flex­haf­te Re­ak­ti­on bleibt in sol­chen Fäl­len meist nicht lan­ge aus: Ein Feu­er­wehr­ler war’s al­so, der die Brän­de ge­legt hat – wie­der ein­mal so ein ty­pi­scher Fall. Jüngs­ter An­lass ist der Brand ei­nes Gast­hau­ses in Sch­eif­ling, den ein 17-jäh­ri­ger Feu­er­wehr­mann ge­legt hat, wie jetzt be­kannt wur­de.

Da­zu gä­be es zwei­er­lei an­zu­mer­ken: Ja, sol­che Fäl­le gibt es lei­der, und wenn sie be­kannt wer­den, schla­gen sie ho­he Wel­len und blei­ben meist noch lan­ge Ge­sprächs­the­ma. Und nein, sol­che Fäl­le gibt es nicht oft, so schlimm sie auch sein mö­gen.

In den Rei­hen der stei­ri­schen Feu­er­weh­ren ver­se­hen 50.000 Mit­glie­der ih­ren Di­enst. Sie be­frei­en Un­fall­op­fer aus Au­to­wracks, pum­pen über­flu­te­te Kel­ler leer, lö­schen bren­nen­de Ge­bäu­de, ber­gen Ver­un­glück­te. Da­für gibt es kein Geld, das al­les ge­schieht frei­wil­lig als Leis­tung an der All­ge­mein­heit.

Wenn un­ter die­sen 50.000 dann ei­ner ist, der – aus wel­chen Be­weg­grün­den auch im­mer – Müll­con­tai­ner oder gar Häu­ser in Brand setzt, ist das ein Dra­ma. Aber es ist ein Ein­zel­fall, den man nicht dem Sys­tem um­hän­gen kann. nders ge­la­ger­te Re­fle­xe soll­te man sich bes­ser rasch ver­knei­fen. Schon aus An­er­ken­nung ge­gen­über je­nen, die täg­lich für den Di­enst an uns al­len ih­re Frei­zeit und manch­mal auch ih­re Ge­sund­heit op­fern.

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