Sohn ge­tö­tet: Mut­ter muss in An­stalt

Die psy­chisch kran­ke Frau hat­te den neun­jäh­ri­gen Bu­ben ge­tö­tet, weil sie für sie bei­de „kei­ne gu­te Zu­kunft“sah. Ur­teil der Ge­schwo­re­nen war ein­stim­mig – und ist rechts­kräf­tig.

Kleine Zeitung Steiermark - - ÖSTERREICH -

Kei­ne Ein­la­dun­gen zu Ge­burts­tags­par­tys, kei­ne rich­ti­gen Freun­de in der Schu­le – für ei­ne ehe­ma­li­ge Ahs-leh­re­rin war dies das Mo­tiv, um ih­rem neun­jäh­ri­gen Sohn das Le­ben zu neh­men. Me­di­ka­men­te wä­ren ei­ne An­er­ken­nung ge­we­sen, dass sie krank ist, das woll­te sie aber nicht sein“, er­klär­te Ge­richts­psych­ia­te­rin Adel­heid Kast­ner. „Zum Tat­zeit­punkt war die Frau nicht in der La­ge, zwi­schen Recht und Un­recht zu ent­schei­den.“Sie fühl­te sich und ih­ren Sohn zu­neh­mend von der Ge­sell­schaft aus­ge­schlos­sen, sah für sie „kei­ne gu­te Zu­kunft“.

Pro­zess und noch kür­ze­rer Be­ra­tung folg­ten die Ge­schwo­re­nen dem An­trag der Staats­an­walt­schaft: Ein­wei­sung in ei­ne An­stalt für geis­tig ab­nor­me Rechts­bre­cher. Die 38-Jäh­ri­ge nahm das Ur­teil ge­fasst an und ver­ab­schie­de­te sich noch von ih­rer Mut­ter, be­vor sie weg­ge­bracht wur­de.

APA

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