Auf den pas­sen­den Mix kommt es an

Kleine Zeitung Steiermark - - BESSER LEBEN | 37 -

Da Elek­tro­au­tos kei­ne di­rek­ten Aus­puff­emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, kön­nen sie da­zu bei­tra­gen, die Luft in Bal­lungs­räu­men sau­be­rer zu hal­ten. Bei den kli­ma­wirk­sa­men Co2e­mis­sio­nen, die glo­bal wir­ken, ist die An­ge­le­gen­heit dif­fi­zi­ler. Viel hängt da­von ab, wie der zur Ak­ku­la­dung ver­wen­de­te Strom her­ge­stellt wird. Fährt ein Elek­tro­au­to et­wa mit Strom, der zu 100 Pro­zent aus Koh­le­kraft­wer­ken stammt, ver­ur­sacht es in­di­rekt pro Ki­lo­me­ter ei­nen hö­he­ren Treib­haus­gas­aus­stoß als ein ver­gleich­ba­res mit Ben­zin oder Die­sel be­trie­be­nes Mo­dell. Zieht man da­ge­gen den (rea­lis­ti­sche­ren) eu­ro­päi­schen Durch­schnitts­strom­mix her­an, ha­ben die Elek­tro­au­tos die öko­lo­gi­sche Na­se be­reits vorn. Noch deut­li­cher wird der Un­ter­schied, wenn der ös­ter­rei­chi­sche Strom­mix mit rund 70 Pro­zent er­neu­er­ba­rer Ener­gie ver­wen­det wird. Im Ide­al­fall aber wer­den Elek­tro­au­tos mit rei­nem Ökostrom be­tankt, was den fahr­leis­tungs­re­le­van­ten Co2-aus­stoß auf an­nä­hernd null re­du­ziert. Zwar trägt der Strom „kein Ma­scherl“und bleibt phy­si­ka­lisch der­sel­be, egal ob fürs La­den des Eau­tos ein Ökostrom­ta­rif oder ein kon­ven­tio­nel­ler Strom­mix ge­wählt wird. Doch grund­sätz­lich gilt: Je we­ni­ger Ki­lo­watt­stun­den Strom aus fos­si­len Qu­el­len nach­ge­fragt wer­den, des­to we­ni­ger fos­si­le Kraft­wer­ke spei­sen in die Net­ze ein. Wer dem­nach 100 Pro­zent Ökostrom be­zieht, ver­braucht zu­min­dest rech­ne­risch kei­ne fos­si­len Res­sour­cen.

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