Re­al­ver­fas­sung und Macht­wil­le

Kleine Zeitung Steiermark - - MEDIEN -

Bun­des­län­der­stif­tungs­rä­te par­tei­über­grei­fend und selbst­be­wusst.“Der gro­ße Quo­ten­brin­ger des All­tags­fern­se­hens im ORF heißt „Bun­des­land heu­te“. Ge­plan­te Spar­plä­ne für die Lan­des­stu­di­os wer­den von den Bun­des­län­der­stif­tungs­rä­ten scheel be­äugt und be­kämpft.

die Re­al­ver­fas­sung kennt, weiß, dass Wahl­kampf­zei­ten nicht spur­los am größ­ten ös­ter­rei­chi­schen Me­dien­un­ter­neh­men mit nicht ganz ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro Um­satz vor­über­ge­hen. So lau­fen be­reits Wet­ten, wie lan­ge Ge­ne­ral­di­rek­tor Alex­an­der Wra­betz noch im Amt blei­ben wird. Denn bei wel­cher Ko­ali­ti­ons­va­ri­an­te auch im­mer, die nach dem 15. Ok­to­ber die Re­gie­rungs­mehr­heit in­ne­hat, kann es für den ORF-CHEF eng wer­den. In „nor­ma­len“Zei­ten ist er nur über ei­ne Zwei­drit­tel­mehr­heit im Stif­tungs­rat ab­wähl­bar. Die­ses Sze­na­rio wird nicht ein­tre­ten. Ele­gan­ter ist da schon der Amts­ver­lust über Ge­set­zes­än­de­rung. Die Sp-al­lein­re­gie­rung be­schloss ein Orf­ge­setz, das den da­ma­li­gen Ge­ne­ral­in­ten­dan­ten Gerd Ba­cher 1974 in die Wüs­te schick­te. Die schwarz-blaue Ko­ali­ti­on kipp­te 2001 mit dem Orf-ge­setz un­ter dem Stich­wort „Ent­po­li­ti­sie­rung“die Orf-ge­schäfts­füh­rung un­ter Ge­ne­ral­in­ten­dant Ger­hard Weis aus ih­ren Äm­tern.

Aus al­len Par­la­ments­par­tei­en ist zu hö­ren, 2018 soll es mit ei­nem neu­en Orf-ge­setz ernst wer­den. „Ent­po­li­ti­sie­rung, jetzt aber wirk­lich“heißt die Pa­ro­le aber nicht. Denn wel­che Par­tei will schon den Zu­griff auf den Sen­der auf­ge­ben?

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