Der Wald in Ober­wölz

Kleine Zeitung Steiermark - - TRIBÜNE -

Mein Pa­ra­dies liegt ganz klar in mei­ner Hei­mat­ge­mein­de Ober­wölz im Be­zirk Murau. Wenn ich so wie jetzt gera­de da­heim bin, ge­he ich je­den Tag mit mei­nem Hund Em­ma in den Wald, zur so­ge­nann­ten „Schat­t­seitn“spa­zie­ren. Al­lein wie es hier riecht, ist himm­lisch. Wenn man wie ich lan­ge weg ist aus der Stei­er­mark, lernt man die Ge­rü­che hier neu ken­nen und schät­zen. Nach dem Re­gen am Vor­tag ist es in der Früh ein in­ten­si­ver und wür­zi­ger Duft. Das ist mit nichts auf der Welt ver­gleich­bar.

Auch für Em­ma gibt es hier so viel zu ent­de­cken, es riecht wohl gänz­lich an­ders als in Mün­chen, wo wir üb­li­cher­wei­se woh­nen. Sie ist auf­ge­regt, ich bin auf­ge­regt. Es sind ex­trem schö­ne und in­ten­si­ve Mo­men­te, dort im Wald. Von dem Au­gen­blick an, wo wir den Wald be­tre­ten, bis zum En­de des Spa­zier­gangs las­sen wir die Welt drau­ßen, da gibt’s kein Han­dy, kei­ne E-mails. Ich glau­be, im fort­schrei­ten­den Al­ter lernt man sol­che Mo­men­te erst rich­tig schät­zen. Ich kann den Wald ganz an­ders wahr­neh­men als noch vor ein paar Jah­ren. Die­se Ru­he in Ober­wölz ist et­was ganz Be­son­de­res, wir ge­hen je­den Tag durch den­sel­ben Wald.

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