Ge­klärt wur­de mehr als je­der zwei­te Fall

Auf­klä­rungs­ra­te der stei­ri­schen Po­li­zei ist so hoch wie seit den 90er-jah­ren nicht mehr. Cy­ber­kri­mi­na­li­tät wei­ter im Stei­gen.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

Schon vor Jah­ren war das In­nen­mi­nis­te­ri­um da­von ab­ge­gan­gen, die Kri­mi­nal­sta­tis­tik mo­nat­lich oder halb­jähr­lich zu ver­öf­fent­li­chen. Dass man ges­tern Zah­len aus dem ers­ten Halb­jahr 2017 prä­sen­tier­te, be­grün­det der Ge­ne­ral­di­rek­tor für öf­fent­li­che Si­cher­heit Kon­rad Kog­ler mit der jüngs­ten Po­lit­de­bat­te um die per­so­nel­le Be­set­zung der Po­li­zei.

„Nach­dem die Po­li­zei­ar­beit in den zu­rück­lie­gen­den Wo­chen me­di­al in den Fo­kus ge­ra­ten ist, ist es wich­tig, zu ei­ner Ver­sach­li­chung der De­bat­te bei­zu­tra­gen“, be­ton­te Kog­ler. Mit dem Wahl­kampf ha­be das nichts zu tun. Da­bei kom­men die Eck­da­ten aus der Sta­tis­tik In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang So­bot­ka sehr ge­le­gen.

sind po­si­tiv: Ös­ter­reich­weit gin­gen die An­zei­gen um 6,5 Pro­zent ge­gen­über dem ers­ten Halb­jahr 2016 zu­rück. Gleich­zei­tig stieg die Auf­klä­rungs­quo­te um knapp drei Pro­zent auf 45,5 Pro­zent.

Teils si­gni­fi­kan­te Rück­gän­ge bei den An­zei­gen gibt es in acht Bun­des­län­dern, nur Vor­arl­berg weist ei­nen leich­ten An­stieg auf. Auch in der Stei­er­mark bil­det sich der Bun­des­trend ab. Die an­ge­zeig­ten Straf­ta­ten gin­gen um 8,3 Pro­zent zu­rück, die Auf­klä­rungs­quo­te er­reich­te mit 52,5 Pro­zent so­gar ein neu­es Re­kord­hoch seit 2000 (neue Er­fas­sungs­me­tho­de). „Der der­zei­ti­ge Zah­len­stand ist äu­ßerst er­freu­lich für die Stei­er­mark und zeugt von der ho­hen Mo­ti­va­ti­on der Be­diens­te­ten“, kom­men­tiert Lan­des­po­li­zei­di­rek­tor Ge­rald Ort­ner die Zah­len.

Ort­ner weist aber auch auf die Pro­blem­fel­der hin. Wie schon in den letz­ten Jah­ren stei­gen die neu­en Kri­mi­na­li­täts­for­men im Cy­ber­raum ra­sant an, heu­er schnell­ten die Fäl­le um 21 Pro­zent hin­auf. Ei­ne eben­so ho­he Stei­ge­rungs­ra­te gibt es beim In­ter­net­be­trug. Die Stei­ge­rung bei Ein­brü­chen in Wohn­räu­me be­grün­det man im Lan­des­po­li­zei­kom­man­do da­mit, dass es da­bei oft nur beim Ver­such blieb und die Prä­ven­ti­ons­ar­beit wir­ke.

Die Zahl der Frem­den un­ter den aus­ge­forsch­ten Ver­däch­ti­gen ist im ers­ten Halb­jahr leicht ge­sun­ken, bei den Asyl­wer­bern blieb die Zahl an­nä­hernd gleich.

Der Zah­len­stand ist er­freu­lich und zeugt von der ho­hen Mo­ti­va­ti­on der Be­diens­te­ten.

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