Bron­ze statt der letz­ten Krö­nung

Nur Platz drei statt der so er­sehn­ten letz­ten Krö­nung: Usain Bolt muss­te sich bei sei­nem letz­ten Ren­nen mit Bron­ze zu­frie­den­ge­ben. Sie­ger: Ex-do­ping­sün­der Jus­tin Gat­lin.

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT -

Ei­nes blieb un­ver­än­dert: „Usain Bolt! Usain Bolt!“, hall­te es durch das Olym­pia­sta­di­on von Lon­don. Je­nes Sta­di­on, in dem der Ja­mai­ka­ner 2012 schon Olym­pia-tri­um­phe ge­fei­ert hat­te. Und je­nes Sta­di­on, in dem Usain Bolt das glän­zen­de Schluss­ka­pi­tel un­ter sei­ne groß­ar­ti­ge, ein­ma­li­ge Kar­rie­re set­zen woll­te, in dem er den letz­ten Ti­tel ho­len woll­te, be­vor er sich in die „Sport­pen­si­on“ver­ab­schie­det. Doch dar­aus wur­de nichts. Der Traum, un­ge­schla­gen die Kar­rie­re zu be­en­den, wur­de ver­ei­telt.

Statt Gold gab es „nur“Bron­ze für den gro­ßen Su­per­star der Leicht­ath­le­tik, der ein Jahr­zehnt lang der hells­te Stern am Ath­le­tik-him­mel war, der Blitz aus Ja­mai­ka, der Welt­re­kord­hal­ter über die Sprint­dis­tan­zen. Aber ir­gend­wie hat­te sich schon im Se­mi­fi­na­le an­ge­kün­digt, dass es eben nicht ganz rund­lief. Schon da hat­te Bolt mit Rang zwei hin­ter dem Usa­me­ri­ka­ner Chris­ti­an Co­le­man vor­lieb­neh­men müs­sen. Und auch im Fi­na­le kam Bolt nicht gut aus den Start­lö­chern. Und am En­de fehl­te die Lo­cker­heit, die ihn bei sei­nen Re­kord­läu­fen aus­ge­zeich­net hat­te. Fast ver­bis­sen kämpf­te er um den An­schluss, den er nicht mehr fand.

mit dem vie­le nicht ge­rech­net hat­ten, ei­ni­ge nicht rech­nen woll­ten. Jus­tin Gat­lin, schon zwei Mal we­gen Do­pings ge­sperrt, schlug in 9,92 Se­kun­den zu und hol­te sich das, was ihm zu­vor nur in Rom 2013 ge­lun­gen war: ei­nen Sieg bei ei­ner gro­ßen Meis­ter­schaft über Bolt, der in 9,95 auch noch um ei­ne Hun­derts­tel­se­kun­de

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