Der Plan für den Fall der Ka­ta­stro­phe

Die Ein­satz­kräf­te über­las­sen nichts dem Zu­fall. Wie Be­hör­den, Feu­er­wehr und Heer zu­sam­men­spie­len.

Kleine Zeitung Steiermark - - UNWETTER | 7 -

bo­te für ver­mur­te oder ge­fähr­de­te Stra­ßen. „Wir ha­ben bis drei Uhr früh ge­ar­bei­tet.“Nach wei­te­ren Un­wet­tern und Ver­wüs­tun­gen for­der­te der Be­zirks­haupt­mann am Sonn­tag über die Ka­ta­stro­phen­ab­tei­lung des Lan­des das Bun­des­heer an: „Vor al­lem in den Sölk­tä­lern und im Wal­chen­tal be­fin­det sich viel Schad­holz, das drin­gend auf­ge­ar­bei­tet ge­hört, da­mit es beim nächs­ten Re­gen nicht die Bach­läu­fe ver­legt.“

Über den zu­sätz­li­chen Ein­satz von Feu­er­wehr­leu­ten aus an­de­ren Re­gio­nen ent­schei­det der Lan­des­feu­er­wehr­kom­man­dant. Die­ses Mal kam Un­ter­stüt­zung aus Hart­berg, Grazum­ge­bung und Rad­kers­burg.

Ob et­was auch of­fi­zi­ell zur Ka­ta­stro­phe er­klärt wird, ent­schei­det der Be­zirks­haupt­mann: Sagt er Ja, über­nimmt grob ge­spro­chen das Land die Si­che­rungs- und Auf­räum­kos­ten. Ver­neint er, muss die Ge­mein­de­kas­se die Kos­ten tra­gen.

Die Ar­beit von Be­zirks­haupt­mann Dick und des Kri­sen­sta­bes ist aber noch lan­ge nicht vor­bei: „Wir müs­sen nun Sach­ver­stän­di­ge bei­zie­hen, die Um­fang und Hö­he der Schä­den er­he­ben.“Und: „Wir müs­sen die Lei­tun­gen so rasch wie mög­lich re­pa­rie­ren las­sen, un­ab­hän­gig da­von, ob es sich um Was­ser, Ab­was­ser oder Strom han­delt.“

In den ver­gan­ge­nen Ta­gen im Dau­er­ein­satz stand auch Ha­rald Eit­ner, Lei­ter der Fach­ab­tei­lung für Ka­ta­stro­phen­schutz beim Land Stei­er­mark. „Ich war im ge­sam­ten Ka­ta­stro­phen­ge­biet un­ter­wegs und im stän­di­gen Kon­takt mit den Ein­satz­lei­tun­gen in Öblarn, Ober­wölz und Ko­benz.“

Die Ar­beit ei­nes Ka­ta­stro­phen­schutz­re­fe­ren­ten be­ginnt je­doch schon viel frü­her: „Ich tref­fe mich in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den mit dem Lan­des­feu­er­wehr­kom­man­do, dem Po­li­zei­di­rek­tor und der Berg­ret­tung für Ab­stim­mungs­ar­bei­ten.“Hin­zu kom­men die För­de­run­gen für die Be­schaf­fung von Ge­rä­ten und die Aus­bil­dung der Ein­satz­kräf­te.

Eit­ners Bi­lanz fällt je­den­falls po­si­tiv aus: „Die Ka­ta­stro­phen­hil­fe in der Stei­er­mark ist eng­ma­schig, die Be­hör­den und Ein­satz­kräf­te vor Ort sind gut ein­ge­spiel­te Teams.“

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