Von Wor­ten und Ta­ten

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 15 -

EAs ist – wenn auch schwer vor­stell­bar – in den Ka­ta­stro­phen­ge­bie­ten fast so et­was wie Nor­ma­li­tät ein­ge­kehrt. Wer’s hat, kämpft mit schwe­rem Ge­rät ge­gen die Über­res­te der Flut, vie­len blei­ben nur die blo­ßen Hän­de, Schau­fel und Scheib­tru­he. Die Nor­ma­li­tät nach der Ka­ta­stro­phe ist ein Akt der Auf­leh­nung ge­gen Er­schöp­fung und Schock.

Die Unwetter ha­ben Fak­ten ge­schaf­fen, jetzt ist es an den Be­trof­fe­nen, da­mit um­zu­ge­hen. Gut, dass Hil­fe von vie­len Sei­ten kommt, ganz mas­siv vom Bun­des­heer, das mit Hun­dert­schaf­ten in die Ka­ta­stro­phen­ge­bie­te aus­rück­te. Die Sol­da­ten fra­gen nicht lan­ge, sie pa­cken an, wo Not am Mann ist. Ne­ben dem prak­ti­schen Nut­zen hat das ei­nen enor­men psy­cho­lo­gi­schen Ef­fekt für das ge­schun­de­ne See­len­le­ben der Be­trof­fe­nen. Sich nicht al­lein­ge­las­sen zu füh­len, ist viel wert in die­sen Ta­gen. uch die Politik eil­te her­bei. Und auch die Ver­tre­ter von Bund und Land hat­ten Hil­fe im Ge­päck. Noch frei­lich nur in Form von Zu­sa­gen und Ver­spre­chen, was in Wahl­kampf­zei­ten nie ganz frei von scha­lem Bei­ge­schmack ist. Zu Un­recht, hof­fent­lich. Die Mil­lio­nen wer­den flie­ßen, da be­steht kein Zwei­fel. Nur bitte so schnell und un­bü­ro­kra­tisch wie nur ir­gend­wie mög­lich.

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