Ein Fall für das Wett­ge­setz

Kleine Zeitung Steiermark - - FRONT PAGE - Ernst Sit­tin­ger

Frech­heit siegt – das dach­te sich wohl Övp-lan­des­rat Dr­ex­ler, als er das ab­ge­kar­te­te Spiel um die neue Ge­schäfts­füh­re­rin im Lan­des­mu­se­um Jo­an­ne­um ges­tern als ganz re­gu­lä­ren Be­stell­vor­gang schil­der­te. Die ein­deu­tig auf die Wunsch­kan­di­da­tin zu­ge­schnit­te­nen Qua­li­fi­ka­ti­on sei ja nur „vor­zugs­wei­se“ge­wünscht wor­den, sag­te er et­wa. Al­so al­les to­ta­ler Zu­fall und lu­pen­rei­nes Pech für die Nicht-par­tei-kan­di­da­ten.

Da kann man nur sa­gen: Scha­de, dass der Land­tag zu­fäl­lig eben­falls ges­tern die Mög­lich­keit von Li­vewet­ten im Wett­ge­setz be­schränkt hat. Denn so ei­ne kna­cki­ge Li­vewet­te auf die schon lan­ge be­kann­te Kan­di­da­tin wä­re ei­ne tol­le Sa­che ge­we­sen.

Dass die künf­ti­ge kauf­män­ni­sche Ge­schäfts­füh­re­rin nicht aus der Wirt­schaft kommt, wur­de von ÖVP und SPÖ her­un­ter­ge­spielt – es ge­be im Mu­se­um ja eh ei­nen ver­sier­ten Fi­nanz­fach­mann als Pro­ku­ris­ten. Die na­he­lie­gen­de Fra­ge, wie­so dann nicht die­ser Ex­per­te Ge­schäfts­füh­rer wird, stell­te im Land­tag lei­der nie­mand. ür die FPÖ könn­te das En­ga­ge­ment ge­gen „Pa­cke­lei“zum Ei­gen­tor wer­den. Grü­ne und KPÖ wol­len den Rech­nungs­hof ein­schal­ten, mit blau­en Stim­men gin­ge das. Man wird se­hen, wie sich die FPÖ ver­hält.

FDen Ar­ti­kel zum Auf­we­cker finden Sie auf Sei­te 16/17

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