Fuß­gän­ger soll­ten nach links und rechts schau­en

Kleine Zeitung Steiermark - - FRONT PAGE - Il­se Knöbl Pe­ter Kon­stan­ti­ni­uk

Be­rich­te, die un­se­re Le­ser be­weg­ten: von ver­un­glück­ten Fuß­gän­gern bis zu Am­peln, wel­che Gra­zer „re­pa­rie­ren“.

„Ver­kehrs­stadt­rä­tin Ver­nunft“, 9. 11.

Eap­pel­liert an s gibt zwei Ge­set­ze, die mich seit Be­ste­hen ner­ven – denn die­se sind nicht nur un­ver­ant­wort­lich, son­dern brand­ge­fähr­lich. Ers­tens: der ab­so­lu­te Vor­rang für Fuß­gän­ger. Der Fuß­gän­ger ist im­mer Op­fer. War­um kann man von ei­nem Fuß­gän­ger nicht ver­lan­gen, dass die­ser vor dem Be­tre­ten „sei­nes“Ze­bra­strei­fens nach links und rechts zu schau­en hat? Zwei­tens: das Ne­ben­ein­an­der­fah­ren von Rad­fah­rern, de­ren Rad ei­nen „Renn­len­ker“hat. Wenn ich renn­mä­ßig fah­re, ha­be ich für ein Plau­scherl kei­ne Zeit. „Wer den Ab­riss des Thea­ters Kistl noch ver­hin­dern könn­te?“, 8. 11. Seit vie­len Jah­ren ist es in un­se­rer Fa­mi­lie ei­ne lieb ge­wor­de­ne Tra­di­ti­on, die über­aus gu­ten Thea­ter­stü­cke im „KISTL“zu be­su­chen. Vie­le tol­le, span­nen­de, be­rüh­ren­de, aber auch un­ter­halt­sa­me Thea­ter­stü­cke konn­ten wir in die­sem Zei­t­raum er­le­ben. In ei­nem Thea­ter, das in die­ser Art und Wei­se in Ös­ter­reich si­cher ein­zig­ar­tig ist! Wir fra­gen uns, wie es mög­lich ist, dass die­ses kul­tu­rel­le Klein­od nicht schon längst denk­mal­ge­schützt wur­de. Wie heißt es so schön: Die Hoff­nung stirbt zu­letzt.

Il­se und Franz Mai­er „So ,re­pa­rie­ren‘ Gra­zer ih­re Am­peln selbst“, 11. 11. Gra­tu­la­ti­on! Bis heu­te ver­wen­den Be­hör­den viel Ener­gie da­mit, Be­schwer­den und Feh­ler­mel­dun­gen als un­zu­tref­fend zu er­klä­ren. Hier hat es ei­ne Ab­tei­lung ge­schafft, den Spieß um­zu­dre­hen. Das Po­ten­zi­al ei­ner Vier­tel­mil­li­on Men­schen wur­de er­kannt und in den Ent­wick­lungs­pro­zess in­te­griert. So stel­le ich mir ei­ne mo­der­ne Ver­wal­tung vor! Man stel­le sich vor, an­de­re Ab­tei­lun­gen des Staa­tes, des Lan­des oder der Stadt wür­den Ähn­li­ches an­bie­ten. Die Men­schen könn­ten Part­ner, nicht Geg­ner oder Bitt­stel­ler der Be­hör­den sein.

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