EU will fai­ren Han­del per Ver­ord­nung

Kleine Zeitung Steiermark - - FRONT PAGE - Von Ro­man Vil­gut

Bil­lig­pro­duk­te aus Chi­na be­dro­hen die In­dus­trie in der EU. Neue Maß­nah­men sol­len fai­ren Wett­be­werb si­cher­stel­len.

Al­lein in Ös­ter­reich geht es um 4000 Jobs, die durch ei­nen Be­schluss des Eu­par­la­ments heu­te ge­si­chert wer­den. In der ge­sam­ten Uni­on wer­den da­durch so­gar rund 200.000 Ar­beits­plät­ze in der In­dus­trie er­hal­ten.

In Ge­fahr sind die Jobs we­gen un­lau­te­rer Prak­ti­ken der Eu­han­dels­part­ner in Asi­en, al­len vor­an Chi­na. Das kom­mu­nis­mit tisch re­gier­te Land puscht mit Sub­ven­tio­nen und Mo­no­pol-fir­men die Pro­duk­ti­on in der Stahl­in­dus­trie und an­de­ren Bran­chen. Da­durch flu­tet Chi­na den Welt­markt mit Pro­duk­ten zu Prei­sen, mit de- nen kein eu­ro­päi­scher Her­stel­ler mit­hal­ten kann. Be­reits drei Mal hat die EU heu­er Straf­zöl­le ge­gen das Land ver­hängt.

Doch die­se Waf­fe droht ab­han­den­zu­kom­men. Seit 2001 ist Chi­na Mit­glied der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on (WTO) und drängt auf die An­er­ken­nung als „Markt­wirt­schaft“– nach bis­he­ri­ger Le­gis­la­tur wä­ren Straf­zöl­le da­mit Ge­schich­te. Des­halb wer­den heu­te im Eu-par­la­ment Mehr­heit neue Re­geln zum Schutz von Eu­ro­pas In­dus­trie be­schlos­sen. Die Zu­stim­mung des Eu-rats sei Form­sa­che, ver­si­chern die ös­ter­rei­chi­schen Eu-ab­ge­ord­ne­ten Ka­ro­li­ne Gras­wan­der­hainz (SPÖ) und Paul Rü­big (ÖVP), bei­de Mit­glied im Aus­schuss für In­ter­na­tio­na­len Han­del. Ka­ro­li­ne Gras­wan­der- Hainz, SPÖ

Was än­dert sich: Die Eu-kom­mis­si­on kann künf­tig im Ein­zel­fall prü­fen, ob ein Land mit Sub­ven­tio­nen ei­ne Bran­che oder ein Un­ter­neh­men so stark för­dert, dass der in­ter­na­tio­na­le Wett­be­werb ver­zerrt wird. Fällt das Ur­teil po­si­tiv aus, sind Straf­zöl­le mög­lich. Das wirk­lich

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