On­ko­lo­gie un­ter der Lu­pe

Kleine Zeitung Steiermark - - FRONT PAGE - Der Lan­des­rech­nungs­hof Die Kla­gen

un­ter­such­te die Krebs­be­hand­lung in Lan­des­kran­ken­häu­sern. On­ko­lo­gie, Strah­len­the­ra­pie und Der­ma­to­lo­gie wur­den eben­so ge­prüft wie die Hä­ma­to­lo­gie; ein Schwer­punkt: War­te­zei­ten. im Spi­tals­be­reich bit­te jähr­lich 100 bis 150 Mil­lio­nen Eu­ro.“Noch mehr sei bud­ge­tär ein­fach nicht mach­bar. Dr­ex­ler er­in­nert auch an den im Herbst er­öff­ne­ten Chir­ur­gie-neu­bau am Uni-kli­ni­kum Graz. Dort und in Leoben wür­de die Krebs­be­hand­lung kon­zen­triert.

über teils lan­ge War­te­zei­ten sei­en ihm be­kannt, aber „Vor­stand und Per­so­nal be­mü­hen sich wirk­lich, das in den Griff zu be­kom­men“. Der kri­ti­sche Blick des Rech­nungs­ho­fes kön­ne da­bei wohl hel­fen.

In punc­to Per­so­nal­not, wie sie Prü­fer in Ab­tei­lun­gen vor­fan­den, ha­be sich das Land „an­ge­sichts der 17.800 Mit­ar­bei­ter in der Spi­tals­ge­sell­schaft we­nig vor­zu­wer­fen“. Klar, das Ärz­tear­beits­zeit­ge­setz macht es auch der On­ko­lo­gie schwer. „Da­her Kri­tik gab es an feh­len­den oder erst nach lan­gem Vor­lauf er­rich­te­ten Li­ne­ar­be­schleu­ni­gern. Ärz­te­man­gel be­las­tet Spi­tä­ler und Pa­ti­en­ten glei­cher­ma­ßen. Auf­fal­lend wa­ren auch Raum­not, stei­gen­de Arz­nei­mit­tel­kos­ten.

gibt es neue Mo­del­le, mehr An­rei­ze für Ärz­te und Re­for­men.“Sonst wür­de man 550 zu­sätz­li­che Ärz­te im Jahr 2021 be­nö­ti­gen. Die­se Ärz­te wä­ren aber nicht am Markt. Dr­ex­ler: „Wir müs­sen mehr Me­di­zi­ner aus­bil­den!“Das Land ar­bei­tet da­her an ei­nem Sti­pen­di­en­mo­dell (mit ei­ner Pri­vat­uni) – da­bei ver­pflich­ten sich die Ab­sol­ven­ten, für ei­ne ge­wis­se Zeit an Lan­de­s­pi­tä­lern zu blei­ben.

Den stark stei­gen­den Kos­ten für Arz­nei­mit­tel, vor al­lem in der Krebs­be­hand­lung, möch­te Dr­ex­ler mit ei­ner „bun­des­wei­ten, so­li­da­ri­schen Lö­sung“be­geg­nen. Ihm schwebt ein Auf­schlag (im Cent-be­reich) auf sehr häu­fig ge­kauf­te Mit­tel vor, um da­mit die neu­en und „hy­per­teu­ren The­ra­pi­en“von Krebs­pa­ti­en­ten zu fi­nan­zie­ren.

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