5 Fra­gen zum Euro­figh­ter

U- Aus­schuss, Po­lit­streit und Brief­kas­ten­fir­men

Kronen Zeitung - - POLITIK - Peter Grotter

1 Wann wur­de der Kauf des Euro­figh­ters be­schlos­sen?

Am 2. Ju­li 2002 bei ei­nem Früh­stück vor dem Mi­nis­ter­rat ent­schie­den der da­ma­li­ge Kanz­ler Wolf­gang Schüs­sel, Fi­nanz­mi­nis­ter Karl- Heinz Gras­ser und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Her­bert Scheib­ner, den Euro­figh­ter zu kau­fen.

2 Wie wur­de die um­strit­te­ne An­schaf­fung schmack­haft ge­macht?

Mit Ge­gen­ge­schäf­ten im Wert von vier Mil­li­ar­den Eu­ro soll­te die hei­mi­sche Wirt­schaft ge­för­dert wer­den. Mas­si­ver Be­für­wor­ter war da­mals Wirt­schafts­mi­nis­ter Mar­tin Bar­ten­stein. Ge­ra­de an die­sen Ge­gen­ge­schäf­ten ent­zün­de­te sich spä­ter Kri­tik, der Rech­nungs­hof schritt ein. Mi­nis­ter Do­sko­zil nann­te sie jetzt „ ei­ne Trä­ger­ra­ke­te für Miss­wirt­schaft­un­dKor­rup­ti­on“.

3Was war das Er­geb­nis des U- Aus­schus­ses im Jahr 2007?

Ver­däch­tig er­schei­nen­de Zah­lun­gen ei­nes Lob­by­is­ten an die Frau des da­ma­li­gen „ Air­chiefs“ka­men zur Spra­che, eben­so in Mil­lio­nen­hö­he Rech­nun­gen an ei­ne Wer­be­agen­tur. Doch der Aus­schuss en­de­te oh­ne ge­mein­sa­men Ab­schluss­be­richt der Par­tei­en.

4Wie

en­de­ten die Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen zwi­schen Euro­figh­ter und Ös­ter­reich ?

Die Re­gie­rung un­ter SPÖ- Kanz­ler Gu­sen­bau­er er­reich­te ei­ne Re­duk­ti­on auf 15 Flug­zeu­ge und ei­ne Rück­zah­lung von 240 Mil­lio­nen Eu­ro. Ei­ne Ver­trags­auf­lö­sung wur­de als un­mög­lich er­ach­tet.

5War­um ka­men die Er­mitt­lun­gen 2012 wie­der ins Rol­len?

Durch die Ver­haf­tung des ita­lie­ni­schen Ge­schäfts­man­nes Gi­an­fran­co Lan­de, der zu­gab, er ha­be die Fir­ma Vec­tor in Lon­don im Auf­trag von EADS ( dem Vor­gän­ger von Air­bus) ge­grün­det. Fir­men­ziel: Ver­tei­lung von Schmier­geld über ein Netz von Brief­kas­ten­fir­men. Sie steht wie­der im Mit­tel­punkt.

Ex- Mi­nis­ter H. Scheib­ner

Ex- Kanz­ler W. Schüs­sel

Ex- Mi­nis­ter M. Bar­ten­stein

Schlüs­sel­fi­gur: Gi­an­fran­co Lan­de

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