Ganz Ös­ter­reich zahlt für Wi­ens So­zi­al­sys­tem

Kronen Zeitung - - IM BRENNPUNKT -

Die dra­ma­ti­sche Kos­ten­ex­plo­si­on bei der Min­dest­si­che­rung ( sie­he Be­richt oben) be­las­tet nicht nur die rot- grü­ne Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on der Bun­des­haupt­stadt: Der Bun­des­rech­nungs­hof stellt in sei­nem Roh­be­richt auch klar, dass vor al­lem die stark stei­gen­den Ge­sund­heits­kos­ten durch die im Wie­ner So- zi­al­sys­tem mit­ver­si­cher­ten Per­so­nen al­le Steu­er­zah­ler in ganz Ös­ter­reich tref­fen wer­den.

So muss der Bund im­mer mehr für die in Wi­en pflicht­ver­si­cher­ten Min­dest­si­che­rungs­emp­fän­ger aus­ge­ben: Die Kran­ken­hil­fe- Leis­tun­gen stie­gen von 30,4 Mil­lio­nen € ( 2011) auf 49 Mil­lio­nen € ( 2015), die Bei­trä­ge der Stadt er­höh­ten sich zeit­gleich je­doch nur von 16 auf 27,8 Mil­lio­nen €.

Da­für setzt es im Roh­be­richt schar­fe Kri­tik an der Stadt Wi­en: „ Der Rech­nungs­hof be­wer­te­te die­se Las­ten­ver­schie­bung des Ar­men­we­sens kri­tisch, da sie im Wi­der­spruch zur ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Kom­pe­tenz­ver­tei­lung stand.“

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