Ikea- Ka­ta­log ganz oh­ne Frau­en- Fo­tos

Kronen Zeitung - - AUSLAND -

Te l Av i v . - Die neue is­rae­li­sche Aus­ga­be ei­nes Ikea- Ka­ta­logs sorgt welt­weit für Auf­re­gung. Grund: Der schwe­di­sche Mö­bel­rie­se „ zen­sier­te“die Bro­schü­re für streng re­li­giö­se Ju­den - und bil­de­te sämt­li­che Sze­nen oh­ne Fo­tos von Frau­en oder Mäd­chen ab . . .

In ei­ner Stel­lung­nah­me gab Ikea an, das Pro­dukt spe­zi­ell für ul­tra­or­tho­do­xe Ju­den ent­wi­ckelt zu ha­ben. „ Wir wol­len da­mit ei­ne Min­der­heit in Is­ra­el er­rei­chen“, teil­te der Ma­na­ger Schu­ki Ko­blenz am Don­ners­tag mit. Ih­nen sei klar, dass sich Men­schen über die Ver­öf­fent­li­chung auf­re­gen. „ Wir ent­schul­di­gen uns da­für.“

In dem Ka­ta­log wur­den sämt­li­che Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on ein­zig mit Män­nern so­wie de­ren Söh­nen dar­ge­stellt. Bei vie­len is­rae­li­schen Frau­en sorgt die Bro­schü­re mit lau­ter „ al­lein­er­zie­hen­den Vä­tern“des­halb für Spott - und auch im Netz ern­tet das Pro­dukt viel Kri­tik.

Be­reits im Jahr 2012 hat­te Ikea ei­nen Ka­ta­log oh­ne Frau­en­fo­tos in Sau­di- Ara­bi­en ver­öf­fent­licht - al­ler­dings nur des­halb, um staat­li­che Vor­schrif­ten zu er­fül­len . . .

Der Ori­gi­nal­ka­ta­log ( o.) und der zen­sier­te Ka­ta­log ( u.).

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