Neu­er Schul- Chef: „ Al­le Kin­der müs­sen Deutsch be­herr­schen“

Kronen Zeitung - - WIEN - VON MAIDA DEDAGIC

Mit den Stim­men al­ler Par­tei­en tritt der neue Stadt­schul­rats­prä­si­dent Hein­rich Him­mer ( SPÖ) den Di­enst an. Für den 38- jäh­ri­gen Sim­me­rin­ger lie­gen die Pro­ble­me auf der Hand: Zu viel Bü­ro­kra­tie raubt Leh­rern die Zeit für ih­ren ei­gent­li­chen Job, Brenn­punkt­schu­len be­las­ten Wi­en. Im Ge­spräch nennt er sei­ne Prio­ri­tä­ten.

Nach der SPÖ- Mi­ni­ro­cha­de über­nahm der Leh­rer und Ge­werk­schaf­ter am Don­ners­tag of­fi­zi­ell das Amt von Jür­gen Czer­no­hor­sz­ky, dem neu­en Bil­dungs­stadt­rat. Mit dem „ Ver­trau­ens­bo­nus“der Par­tei­en sucht er das Ge­spräch mit al­len. Vom po­li­ti­schen Hick­hack – auch in der ei­ge­nen Par­tei – hält er nichts: „ Da geht es um per­sön­li­che Be­find­lich­kei­ten, nicht um In­hal­te.“Obers­te Prio­ri­tät hat für ihn die Un­ter­richts­spra­che Deutsch: „ Es gibt gra­vie­ren­de Un­ter­schie­de bei den Grund­kom­pe­ten­zen Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen in­ner­halb Wi­ens. Al­le Kin­der müs­sen Deutsch be­herr­schen. Das ist Auf­ga­be der Schu­le. Punkt.“Für Brenn­punkt­schu­len soll es mehr Un­ter­stüt­zung ge­ben. Das an­de­re Pro­blem be­tref­fe die aus­ufern­de Bü­ro­kra­tie: „ Da­für ist nie­mand Leh­rer ge­wor­den!“, sagt er. Hier soll bei Dop­pel­glei­sig­kei­ten zwi­schen Stadt und Bund auf­ge­räumt wer­den.

Ein ers­tes Ver­spre­chen das an sei­ne Klas­se löst Leh­rer Him­mer auch ein. Trotz der neu­en Funk­ti­on wird er bis Som­mer noch sei­ne 36 Schü­ler be­glei­ten und zwei St­un­den Wirt­schaft an der HAK 13 un­ter­rich­ten. Him­mer: „ Die Schü­ler sind jetzt im End­spurt zur Ma­tu­ra, da las­se ich sie nicht im Stich.“

Die Men­schen sind un­zu­frie­den mit dem stän­di­gen Hick­hack der Po­li­tik.

Him­mer über die SPÖ- Strei­te­rei­en

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