Gro­ßes Wir­tes­ter­ben steht be­vor

Kronen Zeitung - - WIEN - VON ALEX SCHÖNHERR

Zwar hat die Bet­tel­alm ei­nen Teil­sieg er­run­gen ( sie­he S. 26/ 27), den­noch schnü­ren die vie­len Vor­schrif­ten und Schi­ka­nen den Wir­ten die Luft zum At­men ab. 2018 Jahr steht Wi­en we­gen des strik­ten Rauch­ver­bots ein Gas­tro- Ster­ben be­vor. „ 20 Pro­zent der klei­ne­ren Lo­ka­le wer­den das nicht über­le­ben“, so Ex­per­te Wil­ly Tu­recek.

Denn die Ka­pi­tal­de­cke der Be­trei­ber sei ex­trem dünn. „ Blei­ben die Stamm­gäs­te, und vie­le da­von sind Rau­cher, nur ein oder zwei Mo­na­te fern, sind vie­le bank­rott“, er­klärt der Vi­zeOb­mann der Spar­te Tou­ris­mus und Frei­zeit­wirt­schaft.

Lö­sun­gen blei­be der Bun­des­ge­setz­ge­ber bis heu­te schul­dig. Gäs­te vor die Tür zu schi­cken geht we­gen der Lärm­ent­wick­lung nicht. Ab­ge­schirm­te Rau­cher­bo­xen wie auf Flug­hä­fen oder in Ho­tels sind auf­grund der zu ge­rin­gen Grö­ße der Lo­ka­le nicht mög­lich.

Tu­recek ( SPÖ) kri­ti­siert auch die stark ver­teu­er­ten Scha­ni­ge­büh­ren. Für ihn ei­ne di­rek­te Fol­ge der von der Wirt­schafts­kam­mer durch­ge­box­ten Win­t­er­öff­nung. „ Die schwar­zen Käm­me­rer woll­ten ei­ne Schlag­zei­le und die ro­te Stadt­re­gie­rung mehr Ein­nah­men. Bei­de ha­ben ih­ren Wil­len be­kom­men. Aber der klei­ne Wirt muss das be­zah­len.“Die Win­t­er­öff­nung nut­ze ma­xi­mal gro­ßen Ci­ty- Ca­fés. „ Den Vor­stadt- Beisln bringt das gar nichts“, so Tu­recek.

Blei­ben die Stamm­gäs­te ein, zwei Mo­na­te fern, sind vie­le Wir­te plei­te. Gas­tro- Ex­per­te Wil­ly Tu­recek

Gu­tesKon­zept, aber­vie­le Lo­ka­leste­hen­fi­nan­zi­ell auf dün­nenBei­nen

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