Wie fit sind die Wie­ner Grü­nen?

Das He­u­markt- De­sas­ter hat klar ge­zeigt: Die Grü­nen sind wie die Ro­ten ge­spal­ten und zer­strit­ten. Und es geht auch um die Nach­fol­ge.

Kronen Zeitung - - Wien - Micha­el Pom­mer

Die Wie­ner Grü­nen sind nicht gut auf­ge­stellt“– Mei­nungs­for­scher Pe­ter Ha­jek muss für sei­ne Ana­ly­se nicht lan­ge über­le­gen. „ Das hat mit der He­u­mark­tDe­bat­te zu tun und mit dem Ko­ali­ti­ons­part­ner. Die Stadt­re­gie­rung macht al­les an­de­re als ei­nen sta­bi­len Ein­druck.“

Zu­erst stimm­te beim He­u­markt die Ba­sis ge­gen das Pro­jekt, dann muss­te aus­ge­rech­net der grü­ne Klub­chef ei­ne Mehr­heit im Ge­mein­de­rat ga­ran­tie­ren. Aus­ge­rech­net des­we­gen, weil Da­vid El­len­sohn – ähn­lich wie Micha­el Lud­wig bei der SPÖ – ger­ne mehr Ver­ant­wor­tung über­neh­men wür­de. In­tern heißt es: näm­lich die der Vi­ze­bür­ger­meis­te­rin. Fast schon trot­zig stell­te Vas­silak­ou un­längst klar, sie wol­le 2020 wie­der als Spit­zen­kan­di­da­tin bei den Ge­mein­de­rats­wah­len an­tre­ten.

„ Die Per­sön­lich­keits­wer­te von Ma­ria Vas­silak­ou sind nicht so gut, dass man sa­gen könn­te, sie wä­re ei­ne gro­ße Stim­men­brin­ge­rin für den Bund“, so Ha­jek wei­ter. Da braucht das grü­ne Füh­rungs­duo Ul­ri­ke Lun­acek und In­grid Fe­li­pe al­so die Un­ter­stüt­zung ei­ner Wie­ner Par­tei, die schon oh­ne Wahl­kampf ge­nug ( mit­ein­an­der) strei­tet. Da­zu kommt: Nach dem Van- der- Bel­len- Dau­er­lauf herrscht chro­ni­sche Mü­dig­keit, die Pilz- Ab­spal­tung hat zu­sätz­lich er­mat­tet.

Was Ha­jek aber Po­si­ti­ves ver­mel­det: „ In­halt­lich fah­ren die Wie­ner Grü­nen ei­ne kon­se­quen­te Li­nie mit kla­rer grü­ner Ziel­grup­pen­po­li­tik. Von Öf­fis bis leist­ba­res Mie­ten.“Wie sehr das hilft, zeigt sich im Ok­to­ber. Und 2020.

Die grü­ne Trup­pe rund um Wi­ens Vi­ze­bür­ger­meis­te­rin Ma­ria Vas­silak­ou und Klub­ob­mann Da­vid El­len­sohn. Gro­ße Stim­men­brin­ger kann Mei­nungs­for­scher Pe­ter Ha­jek nicht or­ten, das Po­si­ti­ve laut dem Ex­per­ten: ei­ne kla­re Ziel­grup­pen­po­li­tik!

In­grid Fe­li­pe und Ul­ri­ke Lun­acek. Nach dem Van- der- Bel­len- Dau­er­lauf herrscht Mü­dig­keit.

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