U- Bahn in das Wie­ner Umland

Kronen Zeitung - - Leserbriefe -

Gott sei Dank gibt es Re­dak­teu­re wie Ha­rold Pe­ar­son, die sich im­mer wie­der und kon­se­quent der bis da­to nicht ge­lös­ten Ver­kehrs­pro­ble­ma­tik ei­ner stän­dig wach­sen­den Groß­stadt wie Wi­en wid­men. Die Ver­län­ge­rung der U4 nach Pur­kers­dorf oder der U6 nach Möd­ling sind da ex­zel­len­te Bei­spie­le ei­ner vor­aus­schau­en­denVer­kehrs­pla­nung, die es ja einst be­reits gab und die lei­der wäh­rend der sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­re des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts aus kurz­sich­ti­gen par­tei­po­li­ti­schen Grün­den be­gra­ben wur­de.

Es sei ex­em­pla­risch nur an die Ein­stel­lung der Stra­ßen­bahn­li­nie 3 60, die sei­ner­zeit be­reits bis nach Möd­ling führ­te, er­in­nert. Sie wur­de le­dig­lich we­gen ei­nes klein­ka­rier­ten Streits zwi­schen dem ro­ten Wi­en und dem tief­schwar­zen Nie­der­ös­ter­reich ver­nich­tet. Wür­de sie heu­te noch exis­tie­ren, be­stün­de für vie­le Um­land­be­woh­ner süd­lich von Wi­en gar kein An­reiz, sich mit dem Au­to in den täg­li­chen Mor­gen­stau Rich­tung Wi­en zu be­ge­ben. Vi­el­leicht hat man aus er­lit­te­nem Scha­den doch et­was ge­lernt und schafft nun ei­ne Ver­kehrs­pla­nung, die kei­ne Par­tei­gren­zen mehr kennt und nur noch den Be­dürf­nis­sen der be­trof­fe­nen Be­völ­ke­rung ent­spre­chend ge­stal­tet wird. Mar­tin Krä­mer BA, MA, Ba­dVös­lau

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