„ Vie­le Bil­lig- An­bie­ter fah­ren oh­ne Li­zenz!“

Kronen Zeitung - - Im Brennpunkt -

Frau Tan­zer, Sie sind in der Ge­schäfts­lei­te­rin der Or­ga­ni­sa­ti­on Al­tern in Wür­de tä­tig. Im­mer wie­der kommt es zu tra­gi­schen Ver­kehrs­un­fäl­len mit Pfle­ge­per­so­nal. Wie sieht das bei Ih­nen aus?

Un­se­re Be­treue­rin­nen ent­schei­den selbst, wann und wie sie nach Hau­se kom­men, lei­der wird das von man­chen Agen­tu­ren nicht so ge­lebt.

Hat sich et­was ge­bes­sert nach dem tra­gi­schen Un­fall am 14. Ok­to­ber?

So­fort ka­men Kon­trol­len bei Fahr­ten­diens­ten in der Slo­wa­kei. Doch die be­zie­hen sich auf re­gis­trier­te Un­ter­neh­men, vie­le fah­ren aber oh­ne Li­zenz und wer­den nicht ge­prüft.

Was wür­den Sie am Sys­tem än­dern?

Vie­le wis­sen nicht, dass es zur 24- St­un­den- Be­treu­ung kei­ne Agen­tur braucht. Sucht man um ei­ne För­de­rung an, muss man aber ei­ne an­ge­ben. Das ist ein Feh­ler. Das So­zi­al­mi­nis­te­ri­um müss­te das än­dern.

Ih­re Kun­den zah­len pro Tag ca. 90 Eu­ro . . .

Als die Dum­ping- Agen­tu­ren aus Ru­mä­ni­en ka­men, ver­lo­ren wir vie­le Kun­den. Doch bil­lig kann nicht die Lö­sung sein. Man muss ein ver­nünf­ti­ges Kon­zept er­stel­len, um gut aus­ge­bil­de­te Pfle­ge­kräf­te in Ös­ter­reich zu hal­ten, die ge­hen sonst z. B. in die Schweiz.

Zu­za­na Tan­zer ( 39), Ge­schäfts­lei­tung Al­tern in Wür­de.

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