Spit­zen­ju­ris­ten prü­fen Fra­ge: Wer ver­han­delt ge­gen Gras­ser?

Vor Pro­zess­be­ginn auch höchs­te An­kla­ge­be­hör­de be­fasst

Kronen Zeitung - - Gericht -

Jetzt schal­tet sich die Ge­ne­ral­pro­ku­ra­tur als höchs­te An­kla­ge­be­hör­de in den Streit ein, ob die Wie­ner Rich­te­rin Ma­ri­on Ho­hen­ecker für das Bu­wo­gVer­fah­ren zu­stän­dig ist. Die Fra­ge muss vor Pro­zess­be­ginn ge­gen Ex- Mi­nis­ter Gras­ser und 14 Mit­an­ge­klag­te ge­klärt wer­den. Start ist am 12. De­zem­ber.

Im Bu­wog- Ver­fah­ren geht es um die Fra­ge, ob 2004 bei der Ver­ga­be der Bu­wog zehn Mil­lio­nen Schmier­geld ge­flos­sen ist. Rich­te­rin Ma­ri­on Ho­hen­ecker wur­de durch ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Kon­stel­la­ti­on zur Vor­sit­zen­den.

Sie ver­han­del­te we­gen Un­treue um die Vil­la Es­ma­ra in Mo­na­co ge­gen Sport­ma­na­ger Ro­nald Leit­geb und Im­mo­fi­nan­zChef Karl Pe­tri­ko­vics. Zwei­te­rer war wäh­rend des ers­ten Pro­zes­ses krank. Leit­geb wur­de ver­ur­teilt, die­se Ent­schei­dung aber auf­ge­ho­ben. Ei­ne an­de­re Rich­te­rin be­kam des­halb den Akt. Der zwei­te Pro­zess­durch­gang läuft.

Karl Pe­tri­ko­vics blieb aber bei Rich­te­rin Ho­hen­ecker. Die Fol­ge: Auch der Bu­wog- Akt, in dem der frü­he­re Ban­ker mit­an­ge­klagt ist, lan­de­te auf ih­rem Tisch. Weil im­mer das äl­te­re Ver­fah­ren, hier Es­ma­ra, über die Zu­stän­dig­keit ent­schei­det.

Hier aber will die Ge­ne­ral­pro­ku­ra­tur prü­fen, ob nicht bei­de An­ge­klag­te, Pe­tri­ko­vics und Leit­geb, doch ge­mein­sam vor Ge­richt ste­hen soll­ten. Und da­mit der Bu­wog- Akt kom­plett neu ver­ge­ben wer­den müss­te.

Rich­te­rin M. Ho­hen­ecker

Ex- Mi­nis­ter Gras­ser

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