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Was wir Ignaz Sem­mel­weis ver­dan­ken

Kurier Magazine - Herz - - INHALT - VON CORDULA PUCHWEIN

» Ignaz Sem­mel­weis hat Mit­te des 19. Jahr­hun­derts er­kannt, dass es an Sta­tio­nen, in de­nen Pa­ti­en­tin­nen von Heb­am­men be­treut wur­den, ei­ne weit­aus nied­ri­ge­re Mor­ta­li­tät gab, als an Sta­tio­nen, in de­nen Ärz­te ar­bei­te­ten, die auch Lei­chen­sek­tio­nen durch­führ­ten. Sem­mel­weis konn­te die Über­tra­gung von in­fek­tiö­sem Ma­te­ri­al – Ur­sa­che schlim­mer In­fek­tio­nen und der da­mit ver­bun­de­nen Sterb­lich­keit – nach­wei­sen. Er ver­an­lass­te die Ärz­te, sich strikt vor je­der Ent­bin­dung die Hän­de gründ­lich mit Chlor­lö­sung zu des­in­fi­zie­ren. Das war der Schlüs­sel und die Sterb­lich­keit sank prä­gnant auf ein Pro­zent. Spä­ter ver­schärf­te Sem­mel­weis die Vor­schrif­ten und die Des­in­fek­ti­on der Hän­de vor jeg­li­cher Un­ter­su­chung war vor­ge­se­hen. Heu­te ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit.

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