Über die Kraft des Wal­des und das Un­be­wuss­te

Kurier Magazine - Kinder - - Schon Gehört -

» Da macht man ein­mal im Le­ben al­les rich­tig – und weiß es nicht. Seit drei­zehn Jah­ren hal­te ich mich je­den Tag meh­re­re Stun­den im Wald auf. Der Grund ist ein­fach: Ich woh­ne am Ran­de des Wie­n­er­wald und le­be mit Hun­den zu­sam­men. Da ist es na­he­lie­gend, dass un­se­re Gas­sirun­den nicht auf Be­ton­we­gen statt­fin­den. Oh­ne wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge fiel mir im­mer wie­der auf: Wenn ich die Wan­der­schu­he an­zie­he, mei­ne bei­den Vier­bei­ner an­lei­ne und los­zie­he, dau­ert es nicht all­zu lan­ge und jeg­li­cher Stress oder Är­ger, den ich vom Bü­ro nach Hau­se ge­schleppt ha­be, fällt von mir ab. Der Ge­ruch von Holz, feuch­tem Bo­den, das Ge­räusch der Blät­ter im Wind oder das Zwit­schern der Vö­gel – all das trägt da­zu bei, dass sich der Tag in Wohl­ge­fal­len auf­löst.

FEI­NE UN­TER­SCHIE­DE.

Noch et­was: Wald ist nicht gleich Wald. Wann im­mer es geht, bre­che ich zu neu­en­wan­der­we­gen­auf. Da­bei­ha­beich­fest­ge­stellt, dass der Bo­den in ei­nem Na­del­wald wei­cher ist als der im Misch­wald. Da­für ver­än­dert sich der Laub­wald im Lau­fe des Jah­res­krei­ses schö­ner. Je­der hat halt sei­ne Vor- und Nach­tei­le. Mei­ne Kol­le­gin Be­lin­da Fie­bi­ger hat sich der wis­sen­schaft­li­chen Sei­te des Wald­ba­dens an­ge­nom­men und gibt uns nun hand­fes­te Ar­gu­men­te da­für, war­um­wir mehr spa­zie­ren ge­hen soll­ten. Viel Spaß mit die­ser und al­len an­de­ren Ge­schich­ten wünscht Ih­nen Ih­re

Wenn El­tern ih­re Kids zu ei­nem Spa­zier­gang er­mu­tig­ten, ern­te­ten sie ein ver­ächt­li­ches Lä­cheln. Das könn­te sich jetzt än­dern.

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