Schnup­per­stun­de

Un­ter­wegs im Klet­ter­gar­ten

Kurier Magazine - Kinder - - Inhalt - VON JU­LIA GSCHMEIDLER

» „Wann hat man schon die Chan­ce, von oben auf den Wald zu schau­en?“, fragt Cle­mens Büch­ner, Lei­ter des Wald seil parks am Wie­ner Kah­len­berg, wäh­ren­der durch den Klet­ter­park führt. Seit 2012 kön­nen be­su­cher hier auf ins­ge­samt 18 Par­cours in bis zu 20 Me­ter Hö­he ih­ren Gleich­ge­wichts sinn tes­ten. Die Par­cours sind ein­ge­teilt in ein­fa­che, mitt­le­re und schwie­ri­ge Stre­cken, was mit der Hö­he, Län­ge und den übun­gen zu­tun hat. Die ein­fa­chen, blau­en Par­cours sind schon für Kin­der ab 110 cm Kör­per­grö­ße und sechs jah­ren zu ab­sol­vie­ren, für die ganz Klei­nen gibt es auch zwei Wich­tel­par­cours in Ab­sprung­hö­he. Das Be­son­de­re am Wald­seil­gar­ten ist näm­lich, dass er Sport und Spaß für die gan­ze Fa­mi­lie bie­tet.

STA­BI­LI­TÄT UND KÖRPERSPANNUNG.

„Ob­wohl es ein Klet­ter­park ist, steht das klet­tern gar nicht im mit­tel­punkt, Haupt­auf­ga­ben sind das Ba­lan­cie­ren so­wie das stär­ken­der rumpf sta­bi­li­tät und Körperspannung – bei man­chen Übun­gen auch die Arm­kraft“, sagt Büch­ner. Spä­tes­tens mit den Fly­in­gFox-stre­cken, das sind Seil­rutschen, kom­me aber auch der Spaß­fak­tor hin­zu, meint er. Vor­aus­set­zun­gen gibt es kei­ne, die Be­su­cher soll­ten nur halb­wegs fit sein und kei­ne ein­schrän­ken­den Krank­hei­ten ha­ben. Auch die Ver­let­zungs­ge­fahr sei sehr ge­ring, da die Klet­te­rer zu Be­ginn Hel­me und Gur­te er­hal­ten und zur park­ei­ge­nen Si­che­rungs­tech­nik, die ein un­ab­sicht­li­ches Aus­hän­gen ver­hin­dert, ein­ge- schult wer­den. Soll­te man sich den­noch nicht mehr wei­ter trau­en ode rein Hin­der­nis kör­per­lich nicht mehr schaf­fen, kann man auch je­der­zeit ab­ge­seilt wer­den. Zu der kör­per­li­chen Ak­ti­vi­tät kommt beim Klet­tern im Wald­seil­gar­ten auch noch die psy­chi­sche Kom­po­nen- te. Ei­ni­ge Be­su­cher ha­ben Hö­hen­angst und ver­su­chen, die­se durch ein lang­sa­mes Her­an­tas­ten an die im­mer hö­her wer­den­den par­cours in den griff zu be­kom­men. „Ei­ni­ge der Be­su­cher sind schon mit ge­stärk­tem Selbst­be­wusst­sein raus ge­gan­gen, weil sie über ih­ren ei­ge­nen Schat­ten ge­sprun­gen sind“, er­zählt Cle­mens Büch­ner. Ge­ne­rell sei das Feed­back der Gäs­te ein sehr po­si­ti­ves, weil die­ses Ge­fühl der Frei­heit so­weit weg vom ar­beits all­tag sei .„ Die Her­aus­for­de­rung und An­stren­gung kom­bi­niert mit der frei­heit ist ein po­si­ti­ves Er­leb­nis und bie­tet ei­nen neu­en Blick­win­kel “, sagt Büch­ner. Nicht nur fa­mi­li­en und freun­des­grup­pen nut­zen das An­ge­bot des Wald­seil­gar­tens, die Be­trei­ber bie­ten auch team­buil­dings­fü run­ter neh­men an, bei de­nen der Klet­ter seil gar­ten mit ge­mein­sa­men Ba­lan­ce­übun­gen und Denk sport auf­ga­ben er­gänzt wird.

NATURERLEBNIS IN DER STADT.

Büch­ner ge­fällt am Wald­seil­park am bes­ten, dass er für die kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät nicht in ein kli­ma­ti­sier­tes Fit­ness stu­dio ge­hen muss, son­dern sich in der Na­tur aus­to­ben kann. Be­son­ders im Som­mer ist es hier am Kah­len­berg bis zu vier grad küh­ler als un­ten in­der Stadt, im herbst be­ein­druckt das farbenspiel der Blät­ter die Klet­te­rer, die hoch oben zwi­schen Kie­fern, Ei­chen, Eschen, Hain­bu­chen und Ahorn­bäu­men ba­lan­cie­ren. «

„Je­der, der sich fit fühlt und es aus­pro­bie­ren möch­te, ist herz­lich ein­ge­la­den – es gibt nach oben kei­ne Gren­ze.“Cle­mens Büch­ner, Be­trei­ber Wald­seil­park

Der Wald­seil­park am Wie­ner Kah­len­berg ist der größ­te in Ost­ös­ter­reich mit 40.000 Be­su­chern jähr­lich

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