Wann muss ein Kind zum Arzt?

Wel­che Be­schwer­den ab­ge­klärt wer­den müs­sen

Kurier Magazine - Kinder - - Inhalt - VON MAG­DA­LE­NA MEER­GRAF

» Ge­ra­de ist der Nach­wuchs ein Jahr alt, da ge­rät er von ei­ner Er­käl­tung in die nächs­te. Für El­tern be­ginnt ei­ne Zeit der An­stren­gung und Sor­ge: Wes­halb ist das kind so­oft an­ge­schla­gen? Wie viel Krank sein ist nor­mal? Tat­säch­lich sind klein­kin­der häu­fi­ger krank als Er­wach­se­ne. Denn ihr Im­mun­sys­tem be­fin­det sich noch in ei­ner Art Trai­nings pha­se. Es muss erst ler­nen, ge­gen krank ma­chen­de vi­ren und Bak­te­ri­en an zu kämp­fen. Ob­wohl sich der Groß­teil der Krank­hei­ten als harm­los ent­puppt, ist es für El­tern nicht im­mer ein­fach, Ru­he zu be­wah­ren. Denn Klein­kin­der kön­nen sich noch nicht mit wor­ten äu­ßern und ha­ben oft we­ni­ger ein­deu­ti­ge sym­pto­me als äl­te­re Kin­der. Grund­sätz­lich sind aber El­tern die Ex­per­ten, was ih­ren Nach­wuchs an­be­langt, und kön­nen meist aus Er­fah­rung ein­schät­zen, ob ei­ne me­di­zi­ni­sche Ab­klä­rung tat­säch­lich not­wen­dig ist oder nicht.

MUT­TER-KIND-PASS.

Zu­nächst be­glei­tet der Mut­ter-kind-pass das Neu­ge­bo­re­ne bis ins fünf­te Le­bens­jahr. Die­ser wird vom Gy­nä­ko­lo­gen oder von der gy­nä­ko­lo­gin aus­ge­stellt, so­bald ei­ne Schwan­ger­schaft si­cher fest­steht. Auf dem Pro­gramm ste­hen Pflicht un­ter­su­chun­gen, die El­tern bei der zu­stän­di­gen Kran­ken­kas­se nach­wei­sen müs­sen, um das kin­der be­treu­ungs geld in vol­ler Hö­he zu er­hal­ten. Ne­ben Kon­troll­ter­mi­nen wäh­rend der Schwan­ger­schaft ge­hö­ren da­zu fünf Kin­der un­ter­su­chun­gen samt or­tho­pä­di­schem Check,Hno- un­ter­su­chung und ei­ner Au­gen un­ter­su­chung. Bei­der letz­ten Mut­terKind- pass- un­ter­su­chung wird noch ein­mal be­son­ders Au­gen­merk auf die Ent­wick­lung ge­legt. Da­mit ist der Nach­wuchs, was die me­di­zi­ni­sche Prä­ven­ti­on be­trifft, gut ver­sorgt. „Die ge­sund­heit von kin­dern und ju­gend­li­chen soll­te in je­der Ge­sell­schaft ein vor­ran­gi­ges ziel sein “, be­tont ju­lia Höntzsch, Kin­der­ärz­tin in Graz, auf ih­rem Blog. Ih­rer Be­rufs­grup­pe kommt da­bei ei­ne be­son­de­re Be­deu­tung zu. Sie ist be­ra­te­rin für die el­tern und Be­glei­te­rin für die Kin­der. „Ei­ne Auf­ga­be, die viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl er­for­dert. Das fach­ge­biet der kin­de­r­und Ju­gend heil kun­de zeich­net sich da­durch aus, dass man sich mit ei­nem Men­schen­we­sen be­schäf­tigt, das sich stän­dig ver­än­dert und ent­wi­ckelt. Dies gilt für ein­zel­ne Or­gan funk­tio­nen wie den blut­druck ge­nau­so wie für das Kind als Gan­zes .“Es geht um Er­näh­rung un­d­psy­cho so­zia­le Ge­bor­gen­heit, um hy­gie­ne und körperpflege, um pro­phy­lak­ti­sche Ga­ben von Vit­ami­nen Kund D und nicht zu­letzt die Durch­füh­rung von Imp­fun­gen.

IMP­FUN­GEN.

Hier sind Me­di­zi­ner und Me­di­zi­ne­rin­nen be­son­ders ge­fragt, wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se in All­tags­spra­che zu über­set­zen. Denn bei der Fra­ge, ob Imp­fun­gen mehr Scha­den an­rich­ten, als sie Nut­zen »

brin­gen, ge­hen die Wo­gen in den öf­fent­li­chen De­bat­ten oft­mals hoch. Kein wun­der: In ein­schlä­gi­gen in­ter­net fo­ren fin­den sich et­li­che Be­rich­te über an­geb­li­che Impf­schä­den. Es ist un­be­strit­ten, dass Imp­fun­gen zu Ne­ben­wir­kun­gen füh­ren kön­nen.Rö­tun gen an der Ein stichst el­le und er­höh­te Tem­pe­ra­tur tre­ten bei et­wa 10 Pro­zent al­ler kin­der auf. Das sind an­zei­chen da­für, dass der kör­per auf den Impf­stoff an­spricht und An­ti­kör­per auf­baut. Das Ri­si­ko für schwe­re Ne­ben­wir­kun­gen, die über das üb­li­chem aß ei­ner impf re­ak­ti­on hin­aus­ge­hen, liegt um ein Viel­fa­ches un­ter der Wahr­schein­lich­keit, ge­fähr­li­che Kom­pli­ka­tio­nen der Krank­heit selbst zu er­lei­den. Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass nur bei ei­ner von ei­ner mil­li­on ma­sern­imp­fun­ge nein eGe hirn­haut­ent­zün­dung auf­tritt–aber bei je­dem tau­sends­ten Ma­sern fall. Bei 20 von 100 Ma­sern fäl­len tre­ten au­ßer­dem Kom­pli­ka­tio­nen wie bron­chi­tis, Mit­tel ohrund Lun­gen­ent­zün­dung auf. Tat­säch­lich ist die Zahl der kon­se­quen­ten Impf­ver­wei­ge­rer des­halb klein. Die meis­ten El­tern sind nicht grund­sätz­lich ge­gen Imp­fun­gen, »

Der Or­ga­nis­mus lernt mit je­dem In­fekt da­zu, um ge­gen Vi­ren und Bak­te­ri­en an­zu­kämp­fen

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