Im­pres­sio­nen aus dem Bun­des­land

Kurier Magazine - Oberösterreich - - Inhaltsverzeichnis -

MIT DEI­NEN FLUREN EDEN GLEICH, MIT DEI­NEN BER­GEN, ED­LEN WAR­TEN

Hier spielt die Na­tur all ih­re Trümp­fe aus. Es ist, als hät­te ein Ma­ler in sei­ner kühns­ten Fan­ta­sie ge­schwelgt, zum Pin­sel ge­grif­fen und das auf die Lein­wand ge­bannt, was ihm zum The­ma Ge­birgs­see ein­ge­fal­len ist. Doch es ist Rea­li­tät: Vor der be­ein­dru­cken­den Nord­wand des To­ten Ge­bir­ges schmiegt sich der Alm­see in den Tal­bo­den. An kla­ren Ta­gen spie­gelt sich das Fels­mas­siv in sei­ner Ober­flä­che, nun im Herbst zeigt sich das kris­tall­kla­re Ge­wäs­ser ger­ne von sei­ner dra­ma­ti­schen Sei­te. Der Alm­see ist ein Na­tur­ju­wel – das auf­grund sei­nes Schut­zes auch ei­nes blei­ben wird. «

Im­po­sant he­ben sich die Steil­hän­ge des Traun­steins aus dem kris­tall­kla­ren Was­ser. Er schraubt sich zu mäch­ti­gen 1691 Me­tern em­por und lässt den Men­schen klein und un­be­deu­tend aus­se­hen. Noch zeich­net er sich scharf ge­gen den Him­mel ab, aber bald ziert ihn ei­ne präch­ti­ge Schnee­de­cke. Dann ver­schmilzt der Traun­stein mit dem Fir­ma­ment. Sanft hin­ge­gen fällt das Ufer in den Traun­see ab. Die Wel­len schwap­pen ge­gen den Steg und spü­len die All tags­sor­gen­ein­fach weg. Die Rö­mer ga­ben dem Traun­see den Na­men „la­cus fe­lix“– sie wuss­ten, war­um sie ihn den „glück­li­chen See“nann­ten. «

123 Schrit­te muss man tun, dann taucht man ein in ei­ne an­de­re Welt. Dann hat man den Holz­steg hin­ter sich ge­las­sen und be­tritt durch das mäch­ti­ge Tor das See­schloss Ort. Spä­tes­tens im drei­ecki­gen In­nen­hof mit sei­nen Bo­gen­gän­gen er­war­tet man fast, dass ei­ne Prin­zes­sin um die Ecke biegt – und tat­säch­lich sieht man hier so manch ma­jes­tä­ti­sche Ro­be, ist das See­schloss doch ei­ne der be­lieb­tes­ten Hoch­zeits­lo­ca­ti­ons von Ös­ter­reich. Ei­ne ganz be­son­de­re Au­ra um­gibt das Ge­mäu­er aber im Ad­vent, wenn Ker­zen und schwim­men­de Christ­bäu­me es in ein ma­gi­sches Licht tau­chen. «

Sanf­te Hü­gel, so weit das Au­ge reicht. Üp­pi­ge Mat­ten be­de­cken sie – doch un­ter ih­nen schlum­mert das wah­re We­sen des Mühl­vier­tels. Im­mer wie­der bahnt sich der Gra­nit sei­nen Weg an die Ober­flä­che und of­fen­bart sei­nen her­ben Charme in Form von rie­si­gen St­ei­nen und Fel­sen. Oft mar­kie­ren sie be­son­de­re Or­te, Plät­ze, die die ei­ne star­ke Kraft ver­sprü­hen. Ih­re Na­men spre­chen Bän­de: Teu­fels­schüs­seln, St­ei­ner­nes Meer oder Schwam­mer­ling hei­ßen sie und zahl­rei­che Sa­gen ran­ken sich um sie. Heu­te sind sie be­lieb­te Wan­der­zie­le, doch die ih­nen ei­ge­ne Ma­gie spürt man im­mer noch. «

AUS „HEI NÛ KUMET UNS DIU ZÎT“VON DIET­MAR VON AIST DA SCHWANG SICH MEIN HERZ WIE­DER AUF ZU EI­NEM ORT, AN DEM ES FRÜ­HER WAR

AUS „BUN­TE ST­EI­NE“VON ADAL­BERT STIF­TER UN­TER AL­LER­LEI LIEBLICHEN SPIE­LEN VON LICHT UND FAR­BEN

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