„Fal­tGe­ni­al“: Ein Old­ti­mer als 3-D-Ori­ga­mi

Kurier Magazine - Oberösterreich - - Inhaltsverzeichnis - ANDREA KRIE­GER

Ein wei­ßer Kra­nich aus ei­nem raf­fi­niert ge­fal­te­ten Blatt Pa­pier: So sieht die Pa­ra­de­vor­stel­lung zur Falt­kunst Ori­ga­mi aus. Die zwei Te­enager von „Fal­tGe­ni­al“ent­deck­ten beim Goo­geln die we­sent­lich zeit­auf­wän­di­ge­re Tech­nik 3-D-Ori­ga­mi und ha­ben mitt­ler­wei­le 165 Fi­gu­ren zu durch­schnitt­lich 150 Tei­len kre­iert. Paul Schuh­mann, 14, und Lo­renz Kö­nig, 15, im Dop­pe­l­in­ter­view.

Wie funk­tio­niert 3-D-Ori­ga­mi?

Paul Schuh­mann: Zu­erst schnei­den wir far­bi­ges Ko­pier­pa­pier in klei­ne Stü­cke und fal­ten sie. Die­se Falt­tei­le sind die Ba­sis für je­de Fi­gur. Da­mit sie auch ein­heit­lich und schön aus­se­hen, wer­den sie rund ge­bo­gen. Erst jetzt kön­nen wir mit dem Zu­sam­men­ste­cken­der Tei­le­be­gin­nen, um­ei­ne Fi­gur zu schaf­fen.

Was ist das Kom­pli­zier­tes­te dar­an?

Paul Schu­mann: Schwar­zes Pa­pier et­wa ist sehr schwie­rig auf­zu­trei­ben, das kau­fe ich in ei­nem klei­nen Pa­pier­la­den in Ber­lin. Und neue Fi­gu­ren zu er­fin­den ist na­tür­lich im­mer ei­ne Her­aus­for­de­rung. Eben­so, dass man die Bie­gung gut hin­be­kommt, die

De­tails pas­sen und die Fi­gur dann auch schön aus­sieht. Um mög­lichst oh­ne Kle­ber zu ar­bei­ten, ha­ben wir so­gar schon Ex­tra­tei­le er­fun­den. Bei sehr kom­ple­xen Fi­gu­ren geht es al­ler­dings nicht oh­ne.

Eu­re au­ßer­ge­wöhn­lichs­te Fal­te­rei?

Paul Schu­mann: Das war be­stimmt der gro­ße Yo­da aus „Star Wars“und das 20 Zen­ti­me­ter lan­ge Peu­geot 404 Ca­brio­let. Wei­te­re Prunk­stü­cke sind der Mer­ce­des Young­ti­mer oder der Stier von Red Bull.

Lo­renz Kö­nig: Am Peu­geot ha­ben wir gut drei Ta­ge ge­ar­bei­tet.

Was habt ihr für die Zu­kunft ge­plant?

Lo­renz Kö­nig: Auch heu­er wer­den wir auf Märk­ten wie­der Christ­baum­schmuck ver­kau­fen. Wenn wir erst ein­mal be­kann­ter sind, wä­re auch ein On­line-Shop ei­ne Über­le­gung wert.

Zwei ober­ös­ter­rei­chi­sche Bur­schen ha­ben aus ih­rem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Hob­by 3-D-Ori­ga­mi ei­ne klei­ne Ein­nah­me­quel­le ge­macht. Mit dem La­bel „Fal­tGe­ni­al“sor­gen sie bei Märk­ten für stau­nen­de Ge­sich­ter und ha­ben schon die ei­ne oder an­de­re Auf­trags­fal­te­rei für Fir­men er­le­digt.

... klingt nach ei­ner gu­ten Al­ter­na­ti­ve zu

ei­nem Fe­ri­al­job.

Lo­renz Kö­nig: Es ist auch schön, das Ta­schen­geld mit sei­nem Hob­by ein biss­chen auf­bes­sern zu kön­nen. Haupt­säch­lich geht es uns aber um die Her­aus­for­de­rung.

Old­ti­merFalt-Ge­steck: Gan­ze drei Ta­ge Ar­beit und Hun­der­te klei­ne Falt­mo­du­le ste­cken im 20 Zen­ti­me­ter gro­ßen Peu­geot 404 Ca­brio­let

Bei der Ar­beit: Paul Schuh­mann, 14, und Lo­renz Kö­nig, 15

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