Bas­ti­on un­ter Dau­er­be­schuss

Kurier Magazine - Zähne - - Medico Spezial Zahnaufbau - VON BE­LIN­DA FIE­BI­GER

» Ab­bei­ßen, zer­klei­nern, zer­mah­len– Zäh­ne sind nicht nur für ein schö­nes Lä­cheln da, son­dern sind ro­bus­te Ar­bei­ter. Da­mit sie den ho­hen Kau­be­las­tun­gen lang­fris­tig stand­hal­ten, hat die Evo­lu­ti­on für ei­nen star­ken Zahnaufbau ge­sorgt. Fein­de, die die­se Schutz­me­cha­nis­men au­ßer Kraft set­zen wol­len, gibt es aber trotz­dem. Die Au­ßen­schicht be­steht aus der här­tes­ten­sub­stan­zim­men­sch­li­chen­kör­per: Kal­zi­um, Phos­phat, Ma­g­ne­si­um, Na­tri­um und Kar­bo­nat ge­ben dem Zahn­schmelz Wi­der­stands­kraft und Fes­tig­keit. Dar­un­ter liegt das Zahn­bein ( auch Den­tin), ein Mix aus Mi­ne­ra­li­en, Ei­wei­ßund­was­ser. Die­se­schicht be­hü­tet das emp­find­li­che Zahn­mark, das auch als Pul­pa oder – um­gangs­sprach­lich falsch – als Zahn­nerv be- zeich­net wird und Blut­ge­fä­ße und Ner­ven be­her­bergt. Wur­zel­haut und fei­ne Fa­sern, die den Zahn­ze­ment durch­drin­gen, ver­an­kern den Zahn mit dem Kie­fer­kno­chen.

FEINDLICH GESINNT. Das Schreck­ge­spenst, das in der Mund­höh­le sein Un­we­sen treibt, hört auf den Na­men Ka­ries. Tag­täg­lich bläst sie zum An­griff. Ih­re treu­es­ten Ver­bün­de­ten sind im Spei­chel ver­blie­be­ne zucker- und stär­ke­hal­ti­ge Nah­rungs­res­te. Im Zu­sam­men­spiel mit man­geln­der Mund­hy­gie­ne und den be­reits vor­han­de­nen Bak­te­ri­en bil­det sich am Zahn, in den Ver­tie­fun­gen und den Spal­ten Plaque – ein kleb­ri­ger Be­lag aus Kei­men, die sich von Zucker er­näh­ren. Durch den Ver­dau­ungs­pro­zes­s­ent­ste­hen­säu­ren, die am Schmelz na­gen und im­mer tie­fer drin­gen. Die Fol­ge: Ka­ries-lö­cher. Per­so­nen mit Zahn­fleisch­schwund sind be­son­ders ge­fähr­det: Bei ih­nen ist der Zahn­hals na­he der Wurzel an­fäl­lig für Ka­ries, da er nicht durch den Schmelz ex­tra ge­schützt wird. Für­ein­in­tak­tes­ge­bis­sista­ber­nicht­nur ei­ne gu­te Mund­hy­gie­ne­wich­tig. Es gilt Din­ge­zu­ver­mei­den, die über­ei­ne­nor­ma­le Kau­ak­ti­vi­tät hin­aus­ge­hen – dar­un­ter fällt et­wa stän­di­ges Fin­ger­nä­gel­kau­en, das Her­um­bei­ßen auf Stif­ten oder Nüs­se­kna­cken. Da­durch nutzt sich nicht nur der Schmelz schnel­ler ab. Fei­ne­haar­ris­se­kön­nenim Zahn auf­tre­ten oder gar Tei­le aus­bre­chen. Und­lü­cken­in­der­zahn-trup­pe sind fa­tal, will man den nächs­ten An­griff ab­weh­ren. «

Die­zäh­nes­ind­vie­len­ein­flüs­sen­aus­ge­setzt, da­her­be­nö­tigt je­der ein­zel­ne ei­ne star­ke Ab­wehr.

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