SP-Sek­ti­on 8 fei­ert Er­folg ge­gen Zei­tung „Ös­ter­reich“

Kein Ein­spruch.

Kurier (Samstag) - - CHRONIK - – JO­SEF GEB­HARD

Fei­er­lau­ne herrscht bei der Sek­ti­on 8 der SPÖ Wi­en: Die Kla­ge der Me­di­en­grup­pe Ös­ter­reich ge­gen ei­ne Ver­tre­te­rin der ro­ten Teil­or­ga­ni­sa­ti­on ist of­fen­bar end­gül­tig vom Tisch. Schon im Au­gust er­ging wie be­rich­tet ein ent­spre­chen­des Ur­teil des Han­dels­ge­richts Wi­en. Nun ver­strich die vier­wö­chi­ge Frist, in der Ös­ter­reich Ein­spruch er­he­ben hät­te kön­nen, heißt es bei der Sek­ti­on 8.

Zur Vor­ge­schich­te: Im Rah­men ih­rer Kam­pa­gne „KeinGeld­fürHet­ze“hat­te die Sek­ti­on 8 im Herbst 2016 eMails an Fir­men ge­schickt, die in Zei­tun­gen in­se­rie­ren, die in den Au­gen der Initia­to­ren jour­na­lis­ti­sche Het­ze be­trei­ben. Dar­un­ter eben auch Ös­ter­reich. Das Me­di­en­haus ließ sich das nicht ge­fal­len und klag­te ein Sek­ti­on-8-Mit­glied we­gen Eh­ren­be­lei­di­gung und Kre­dit­schä­di­gung.

Ur­teil

Das Han­dels­ge­richt wies die Kla­ge bei der Ver­hand­lung vor ei­nem Mo­nat erst­in­stanz­lich ab: Der Vor­wurf der „jour­na­lis­ti­schen Het­ze“ge­gen­über der Klä­ge­rin sei dem­nach ein zu­läs­si­ges Wert­ur­teil, das von der Mei­nungs­frei­heit ge­deckt sei.

Wei­ters hieß es in dem Ur­teil: „Un­wah­re Tat­sa­chen­be- haup­tun­gen lie­gen aber nach dem fest­ge­stell­ten Sach­ver­halt nicht vor. No­to­risch ist auch: Ver­let­zun­gen der Pri­vat­sphä­re durch Ös­ter­reich sind im­mer wie­der Ge­gen­stand von Ver­fah­ren vor dem Han­dels­ge­richt Wi­en.“

Er­leich­te­rung

„Wir sind er­leich­tert, aber auch über­rascht, weil wir ei­nen Ein­spruch er­war­tet ha­ben“, sagt Lea Six von der Sek­ti­on 8 zum KU­RI­ER. Die Kam­pa­gne will man fort­set­zen und wei­ter­hin het­ze­ri­sche und se­xis­ti­sche Be­richt­er­stat­tung auf­zei­gen so­wie Fir­men kon­tak­tie­ren, die in ent­spre­chen­den Zei­tun­gen in­se­rie­ren.

Die Sek­ti­on 8 will zu­dem wei­ter ge­gen die Ver­teil­bo­xen von Gra­tis­zei­tun­gen im öf­fent­li­chen Raum und in UBahn-Sta­tio­nen an­kämp­fen. Ei­nen An­trag für ein Ver­bot brach­te sie im ver­gan­ge­nen April beim Lan­des­par­tei­tag der Wie­ner SPÖ ein, wo er für hit­zi­ge Dis­kus­sio­nen sorg­te. Letzt­lich wur­de er nicht an­ge­nom­men, son­dern an ei­ne Ar­beits­grup­pe ver­wie­sen. Sie tagt das nächs­te Mal An­fang No­vem­ber.

Der An­walt der Me­di­en­grup­pe Ös­ter­reich war zu kei­ner Stel­lung­nah­me er­reich­bar.

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