Olym­pia­sie­ger Sei­sen­ba­cher aus sei­ner Haft in Kiew ent­las­sen

Kurier (Samstag) - - CHRONIK -

Ukrai­ne. Über­ra­schen­de Wen­de im Fall Pe­ter Sei­sen­ba­cher: Der zwei­fa­che Ju­doOlym­pia­sie­ger wur­de am Frei­tag aus sei­ner Aus­lie­fe­rungs­haft in Kiew ent­las­sen. Sein An­walt Bern­hard Le­ho­fer be­stä­tigt ei­nen ent­spre­chen­den Be­richt von kro­ne.at.

„Sei­sen­ba­cher war­tet jetzt auf frei­em Fuß das wei­te­re Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­ren ab“, sagt Le­ho­fer zum KU­RI­ER. Da­zu ha­be er sich wei­ter­hin in der Ukrai­ne auf­zu­hal­ten. Zu nä­he­ren De­tails und vor al­lem da­zu, war­um es zu der Haft­ent­las­sung kam, woll­te sich der An­walt nicht äu­ßern.

Sei­sen­ba­cher steht un­ter dem Ver­dacht des mehr­fa­chen Kin­des­miss­brauchs. Als Trai­ner soll er sich in sei­nem Wie­ner Ju­do-Ver­ein – so die Vor­wür­fe der Staats­an­walt­schaft Wi­en – zwi­schen 1997 und 2004 an zwei un­mün­di­gen Mäd­chen ver­gan­gen ha­ben. Für ihn gilt die Un­schulds­ver­mu­tung.

Vor­ge­schich­te

Ge­gen den Ex-Sport­ler war im Ok­to­ber 2016 An­kla­ge er­ho­ben wor­den. Dem Ge­richts­ter­min blieb Sei­sen­ba­cher un­ent­schul­digt fern, wor­auf­hin ein in­ter­na­tio­na­ler Haft­be­fehl er­las­sen wur­de. Über sie­ben Mo­na­te blieb Sei­sen­ba­cher un­ter­ge­taucht. Erst am 1. Au­gust konn­te er in ei­ner Woh­nung in der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kiew ver­haf­tet wer­den. Auf die Spur des heu­te 57-jäh­ri­gen Gold­me­dail­len­ge­win­ners von 1984 und 1988 war das Bun­des­kri­mi­nal­amt nach um­fang­rei­chen Te­le­fon­über­wa­chun­gen und Ob­ser­va­tio­nen durch Kon­takt­be­am­te in der Ukrai­ne ge­kom­men.

Sei­sen­ba­cher auf frei­em Fuß

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