Gal­vãos Rück­kehr: „Auf dem Feld la­che ich nie“

Wie­der­se­hen in Altach.

Kurier (Samstag) - - SPORT - – ALEX­AN­DER HU­BER

Erst­mals in der Ver­eins­ge­schich­te be­schäf­tigt Ra­pid zwei Bra­si­lia­ner. „Der ei­ne ist un­ser Tän­zer, der Lus­ti­ge, ein Schlitz­ohr“, sagt Goran Dju­ricin. Man muss kein In­si­der sein, um zu er­ken­nen, dass Joel­in­ton vom Ra­pid-Trai­ner be­schrie­ben wird. Und der an­de­re? „Ist ganz an­ders.“

Lu­cas Gal­vão da Cos­ta Sou­za selbst be­schreibt es vor sei­ner Rück­kehr nach Altach (16 Uhr) so: „Ich re­de nicht so viel wie Joe. Ich mag es, wenn es in Ös­ter­reich kalt wird. Manch­mal hö­re ich Mu­sik, aber am liebs­ten schaue ich in Ru­he ei­nen Film.“Gal­vão schaut ernst und meint: „Auf dem Feld la­che ich über­haupt nie. Ich blei­be im­mer kon­zen­triert. Ich weiß, ich bin kein klas­si­scher Bra­si­lia­ner.“

Dju­ricin wi­der­spricht in ei­nem für ihn wich­ti­gen Punkt: „Als Ki­cker ist Lu­cas schon ein Bra­si­lia­ner: tech­nisch sehr gut, schnell, mit gu­tem Ge­fühl für den Raum.“

Des­we­gen ist der 26-Jäh­ri­ge, der schon seit zehn Jah­ren Pro­fi ist, als lin­ker Teil der In­nen­ver­tei­di­gung ge­setzt. Die star­ke Leis­tung beim 2:2 in Salz­burg sprach für das Ri- si­ko, ei­nen ge­lern­ten Au­ßen­ver­tei­di­ger als Wö­ber-Er­satz zu ver­pflich­ten.

Auf die Fra­ge nach der Lieb­lings­po­si­ti­on ant­wor­tet der Pal­mei­ras-Fan („die sind auch Grün-Weiß“): „Ich ha­be kei­ne.“Das ist lo­gisch. Denn das frü­he­re Ta­lent von Zweit­li­gist Pon­te Pre­ta wur­de zwar als Links­ver­tei­di­ger aus­ge­bil­det, spiel­te aber schon fast al­les. Im Mit­tel­feld, bei Aus­tria Lus­ten­au teils so­gar Stür­mer, bei Altach 2016 in der de­fen­si­ven Drei­er­ket­te.

Am liebs­ten hät­te ihn Ra­pid schon An­fang 2017 ge­holt. Im Som­mer kün­dig­te Sport­di­rek­tor Fre­dy Bi­ckel bei ei­nem der „vie­len net­ten Te­le­fo­na­te mit Ge­org Zell­ho­fer“dem Alt­a­cher Kol­le­gen an, dass Ra­pid die Aus­stiegs­klau­sel um 650.000 Eu­ro zie­hen wird – so­fern Wö­ber doch wech­seln soll­te und wie­der Trans­fer­ka­pi­tal frei wird.

Blö­der­wei­se kam das An­ge­bot aus Ams­ter­dam, das nicht mehr ab­zu­leh­nen war, erst zwei Ta­ge, nach­dem die­se Klau­sel ab­ge­lau­fen war. Die ge­schäfts­tüch­ti­gen Vor­arl­ber­ger mein­ten, dass die ur­sprüng­lich münd­li­che Trans­fer­zu­sa­ge nicht zäh­le und ver­lang­ten plötz­lich viel mehr. Am En­de gab es ei­nen für bei­de Ver­ei­ne ak­zep­ta­blen Kom­pro­miss.

Zu­se­her Hof­mann

Über den Geg­ner Altach meint Gal­vão: „Ich weiß, wie schwer es für die grö­ße­ren Klubs dort ist. Aber wir müs­sen ge­win­nen. Wir müs­sen!“

Nicht mit­hel­fen wird Stef­fen Hof­mann, der er­neut nicht im Match­ka­der steht. „Für al­le, die zu­schau­en, ist das har­tes Brot“, weiß Dju­ricin, der aber kei­ne Strei­tig­kei­ten er­war­tet: „Stef­fen ist ein lei­wan­der Typ. Au­ßer­dem weiß er als al­ter Ha­se, dass es nie­man­dem hilft, Pro­ble­me zu ma­chen.“

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.